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Trading: Wenn der Trend nicht “your friend” ist

Gepostet von am 11 Dez, 2013 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Wenn der Trend nicht “your friend” ist

Bei Trading mangelt es nicht an Trendlinien, nicht an Fibonacci Retracements und auch nicht an Kanälen oder Indikatoren. All diese Einzelteile zusammen sollen dem Trader einen Blick in die Zukunft gewähren. Der Trader möchte herausfinden, in welche Richtung der Markt gehen wird, wann es Zeit für den Einstieg ist und wann es ratsam ist, den Markt zu verlassen. Helfen soll ihm dabei der Trend.

Wenn der Trend der Freund des Anlegers  ist, warum verlieren dann so viele ihr Geld an der Börse? Dieser Gedanke kommt bei all denen auf, die ihr Geld bereits auf dem Parkett haben liegenlassen. Diese Personen haben das gemacht, was die anderen auch gemacht haben, nämlich haben Aktien gekauft. Sie sind dem Trend gefolgt. Das Ergebnis war jedoch nicht zufriedenstellend.

Der Grund für den Verlust könnte in der Wahl des richtigen Zeitpunkts liegen. Ein Trend erscheint in unterschiedlichen Zeitebenen und hat daher für jeden Betrachter eine eigene Aussagekraft. Zum Beispiel kann ein Trend schon sehr weit gelaufen sein. In solch einem Fall spricht man gerne von einem zu späten Einstieg. Das jedoch weiß der Anleger erst, nachdem der Trend gedreht hat, vorher kann ein Trend immer weiter laufen, egal, welches Gefühl ihn dabei begleitet. Ein Trend kann nicht immer der Freund des Anlegers sein, wie uns die Börsenweisheit glauben lassen will.

Es gibt unterschiedliche Trendphasen, zum Beispiel einen frühen Trend, einen stabilen Trend, einen marktbreiten Trend. Diese sind alle richtungsweisend für die Entscheidung des Investors. Und dennoch darf er nicht den Fehler machen, sich blind in den Markt zu begeben. Je später der Investor dran ist, umso deutlicher erhitzt sich ein Trend. Es sieht dann so aus, als renne der Markt dem Anleger davon und er müsse schnell investieren. Der Trend kann den Anleger also unter Druck setzen.

Um einen laufenden Trend passend einzuordnen, muss unbedingt auch das Zeitfenster beachtet werden. Sie kennen das vielleicht aus vielen Sendungen im Fernsehen, bei denen Analysten ein Chartbild der letzten 20 Jahre anpreisen und dabei auf einen Trend hinweisen. Solch ein Trend ist für die aktuelle Anlageentscheidung meist irrelevant, denn eine kleine Zacke im Chartbild sind viele Monate, manchmal gar Jahre.

Noch schlimmer dran sind die Daytrader, diese können mit dem Trend noch viel weniger anfangen, da sie nicht auf eine deutliche die Trendentwicklung warten können bzw. wollen. Für sie gilt das Chartmuster jetzt und hier. Diese sehr kurzfristigen Anleger wollen nur wenige Punkte aus dem Markt ziehen und kümmern sich wenig um Trendentwicklungen.

Ein Trend lässt sich aus einem Chartbild zwar einfach herauslesen, er muss jedoch zum Anleger, zu seinem Betrachtungshorizont sowie zu seiner Anlagestrategie passen. Ansonsten ist auch mit dem vielgepriesenen Trend („is your friend“) nicht viel anzufangen. Denn das Risiko eines Investments egalisiert der Trend nicht. Er gibt nur eine unterschwellige Sicherheit, dass die anderen auch das Gleiche tun. Dass dies nicht immer richtig sein muss, ist hinlänglich bekannt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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