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Trading: Wer überleben will, braucht einen Plan B

Gepostet von am 6 Dez, 2013 in Trading | Keine Kommentare

Trading: Wer überleben will, braucht einen Plan B

Trader sind Menschen, die gerne Entscheidungen treffen. Sie können einen Standpunkt einnehmen und wissen, wie sie diesen verteidigen müssen (z.B. es geht hoch oder runter). Sie sprechen also Tacheles. Diese direkte Art lässt sie oftmals keine alternative Sichtweise berücksichtigen. An der Börse kann das fatale Folgen haben.

Wer an der Börse dauerhaft erfolgreich sein will, der sollte bei der Betrachtung einer Chartsituation immer auch einen alternativen Weg erkennen, den der Markt gehen könnte. Es ist nämlich so, dass der Markt seinen Weg geht und der Trader von diesem Weg profitieren möchte. Der Trader selbst gibt dem Markt keine Richtung vor.

Der gewöhnliche Trader sucht sich den Chart, der ihm in den Kram passt. Wenn er möchte, dass der DAX fällt, dann malt er solange Linien, bis seine Begründung steht. Oder er sucht nach einem Indikator, der seine Meinung unterstreicht. Wenn alles nicht reicht, dann probiert er alle Chartzeitfenster (5min, 15min, 30min, 60min), bis er ein Muster findet, dass passt. Sie merken schon, der Trader versucht dem Basiswert (z.B. DAX) seine Richtung vorzugeben.

Hat der Trader genug Argumente gesammelt, dann ist er sich seiner Sache sicher. So sicher sogar, dass er zweifelt, warum die anderen diese einmalige Gelegenheit nicht erkennen. Für ihn ist klar, der Markt kann gar nicht anders als zu fallen. Die Traderichtung hat sich in seinen Kopf eingebrannt.

Diese Denkweise, sich nämlich für nur einen Weg zu entscheiden und dann alle anderen Möglichkeiten auszuschließen, passiert vielen Tradern. Man muss vielleicht sagen, das ist normal.

An der Börse gibt es jedoch immer mehrere Wege, die zum Ziel führen. Je mehr von diesen ein Trader erkennt und in seine Überlegung mit einbezieht, umso besser. Dann wird er sich auch nicht mehr auf nur einen einzigen Weg fokussieren. Das hilft, mit seiner Meinung vorsichtiger umzugehen.

Das hat dann noch den positiven Effekt, dass der Trader mit seinem Kapital haushaltet und sich nicht mit zu hohen Einsätzen in eine Position stürzt. Ein Trader muss sich für eine Richtung entscheiden, darf jedoch nicht die Alternativen aus den Augen verlieren. Es passiert öfter, als es dem Trader lieb ist, dass sich trotz bester Analyse der Markt unerwartet verhält.

Wer an der Börse überleben will, braucht einen Plan B. Das ist eine elementare Einstellungssache. Es kann immer anders kommen, nichts ist an der Börse sicher. Daher lohnt es sich, Alternativen zur jeweiligen Analyse zu bedenken und diese zu berücksichtigen.

Sofern Plan A aufgeht und der Gewinn eingefahren werden kann, ist alles in Ordnung. Geht Plan A nicht auf (rechtzeitig ausgestoppt), dann kommt mental Plan B zum Vorschein. Dieser neue (antizipierte) Marktverlauf überrascht den Trader nun nicht mehr.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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