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DAX: Anleger zwischen Hoffen und Bangen

Gepostet von am 4 Dez, 2013 in Börse | Keine Kommentare

DAX: Anleger zwischen Hoffen und Bangen

Viele Anleger haben nach dem gestrigen Tag eine unruhige Nacht durchlebt, denn so stark wie gestern ist der DAX schon lange nicht mehr gefallen. Jetzt steckt die Angst in den Knochen der Anleger. Sie fürchten sich vor weiteren Kurseinbrüchen, die ihnen Verluste bescheren könnten. Sie fürchten sich vor dem Fall, weil die Fallhöhe sehr hoch ist. Sie haben Angst, dass der Absturz schmerzhaft sein wird. Die Sorgen sind berechtigt.

Man muss dem gestrigen Tag besondere Aufmerksamkeit widmen. Es könnte der Tag gewesen sein, an dem die große Umkehr im deutschen Leitindex stattgefunden hat. Eine große rote Kerze zementiert all diejenigen unter sich, die noch Hoffnung auf weiter steigende Kurse hatten. Mit dem gestrigen Handelstag wurde der Bullenmarkt zu Grabe getragen, ließe sich die Schlagzeile im Nachgang titeln. So viele Punkte Verlust an nur einem Tag sprechen eine deutliche Sprache. Zumal die Gegenwehr der Bullen vollends verschwunden war. Schon einmal kam der Index deutlich unter die Räder, das war im August 2012. Danach konnte er sich, trotz Donner und Kanonen, aus seiner Abwärtsbewegung befreien.

Diese Hoffnung hegen die Käufer erneut. Sie nennen es Abschütteln der ängstlichen Teilnehmer, um dann mit starken Käufen erneut den Weg nach Norden anzutreten. Sieht man sich den DAX-Chart der letzten Monaten an, bekommt man den Eindruck, man ließe den Index einfach nicht fallen. Das ist gar nicht so weit hergeholt. Immer, wenn der Index in Schwierigkeiten war, kam eine marktbeeinflussende Nachricht von der FED oder der EZB, die plötzlich eine Vielzahl der Anleger auf dem falschen Fuß erwischte. Der Markt drängte in der Folge nach Norden.

Jedoch ließ nur der Schein den Aktienmarkt emporsteigen. Für viele war klar, dass dieser Anstieg keine Hand und Fuß hatte. Dieser Umstand ist den Markteilnehmern wohl bewusst. Manchem mehr, manchen weniger. Dieser Erkenntnis, dass die Börse zu weit gelaufen ist, wird dann zu Verkäufen führen, wenn die Partylaune auf dem Parkett entweicht. Sobald sich die Aktienkurse nicht erholen, werden aus kleinen Verlusten große werden. Die Abverkäufe nehmen dann zu, da sich jeder zuerst retten will.

Die große Unbekannte sind die Zentralbanken. Werden sie erneut etwas aus dem Hut ziehen, um die Börsianer zu neuen Höchstleistungen anzuspornen? Vielleicht. Das Potential, die Börsen doch noch weiter steigen zu lassen, ist gering. Vor lauter Liquiditätsspritzen ist der Patient Aktienmarkt schon fast tot. Er reagiert nur noch kurzzeitig. Zudem haben sich Zentralbanken und Aktionäre in eine Sackgasse manövriert.

Gute Wirtschaftsdaten führen seit neuestem zu Verlusten an der Börse (die Sorge: Die Zentralbanken würden dann möglicherweise ihre Stützungsmaßnahmen zurückfahren). Das ist an sich schon krank und lässt auch für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Es braucht nicht mehr viel, dass die Anleger deutlich erkennen werden, dass sie einem Trugschluss aufgesessen sind (Blase am Aktienmarkt). Nur ein paar Verlusttage mehr und das Kartenhaus fällt in sich zusammen.

Mit dem Hoch bei 9424 Punkten und dem deutlichen Abverkauf könnte eine Umkehr begonnen haben, die die Anleger noch länger begleiten könnte. Auf fundamentaler Basis rechtfertigen die Unternehmensgewinne und die konjunkturelle Entwicklung die derzeitige Aktienbewertung nicht.

Es braucht nur ein paar Verlusttage mehr, damit das Hoch vom Montag in weite Ferne rückt. Jeder Verlusttag ist ein Schritt zurück zur Normalität.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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