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Verkehrte Welt: Goldpreis fällt, Bitcoin steigt

Gepostet von am 3 Dez, 2013 in Gold | Keine Kommentare

Verkehrte Welt: Goldpreis fällt, Bitcoin steigt

Wem vertrauen die Menschen mehr? Dem Edelmetall Gold oder der digitalen Währung Bitcoin? Sieht man sich Kursentwicklung der letzen Monate an, dann lautet die Antwort: Bitcoin. Warum investieren die Leute ihr Geld nicht in nachhaltiges Gold und Silber, will der Betrachter fragen. Stattdessen nehmen die Leute ihr Geld und werfen es in den Orbit, in das Internet. Das Geld auf dem Konto ist dann weg und man hat nichts in der Hand. Hätte man doch Gold gekauft, der Preis wäre günstig.

Viele Menschen wollen im Bitcoin Hype die Flucht in eine alternative Währung erkennen. Mit diesem Schritt wollen sie sich aus den Fängen der Zentralbanken befreien, die ihre Währungen manipulieren. Hatte man diese Attribute nicht auch dem Gold zugesprochen? Zum Beispiel kann es nicht beliebig vermehrt werden oder unterliegt auch nicht der Kontrolle der Zentralbanken. Gold gilt als Fluchtwährung und soll das Vermögen seiner Besitzer  schützen. Diesen Glanz, den das Edelmetall sonst ausstrahlt, ist in den letzen Jahren verblasst.

In einem neuen Licht strahlt jetzt Bitcoin. Plötzlich ist da etwas, das sich gegenüber den etablierten Währungen und auch gegen Gold und Silber behaupten will. Die Anleger trauen der Digitalwährung viel zu und immer neue Käufer geben ihr Geld her, um Bitcoins zu erwerben. Noch immer wähnt man sich am Anfang einer Bewegung und hofft auf deutlich höhere Kurse. Dabei agieren diejenigen, die die digitale Währung zuerst in den Händen hielten, besonders clever. Sie verknappen das Angebot an handelbaren Bitcoins, so dass der Preis automatisch explodieren muss. Zuwenig Angebot gegenüber einer deutlichen Nachfrage lassen immense prozentuale Gewinne zu, wie man am Jahresverlauf des Preises für die kryptische Währung erkennen kann.

Und was macht der Goldpreis? Während die Anleger an der Börse jubeln, ebenso die Käufer von Bitcoins oder dem kleinen Bruder Litecoins feiern, ist es immens langweilig geworden um den Goldpreis. Das einzig verlässliche ist der fallende Preis. Und das, obwohl die Eurokrise sich kein bisschen gebessert hat und die Finanzkrise weiter ihre Kreise zieht. Die Story Gold zieht wohl nicht mehr. Zudem ebbt der Verkaufswille nicht ab. Diejenigen, die dem Goldpreis nichts mehr zu zutrauen, fühlen sich bestätigt und verkaufen. Ein Kreislauf setzt sich in Gang, der sich mit Verkäufen und sinkendem Preis abwechselt.

Es kann der Eindruck aufkommen, dass die Menschen den Bitcoins mehr vertrauen als dem Gold. Dies wäre ein Denkfehler. Das Gold hat einen Gegenwert, während Bitcoins nur Luft sind. Der Hype um die digitale Währung ist gewollt, denn sehr wenige Leute halten viele Bitcoins, während die Masse der Leute nur wenige Bitcoins zum Handeln zur Verfügung hat. In solch einem Markt sollte man sich nicht tummeln, jedoch lässt der Verstand nach, wenn die Gier nach dem schnellen Geld erwacht ist.

Goldpreisbesitzer sollten sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Politik der Zentralbanken wird unweigerlich zur Inflation führen und davon profitiert der Goldpreis. Vielleicht ist dieser nächste Zug nicht direkt erkennbar, er wird dennoch kommen. In der Umgangssprache heißt es treffend: Wer zuletzt glänzt, glänzt am schönsten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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