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Warum Goldbesitzer ihr Gold nicht hergeben

Gepostet von am 5 Jul, 2013 in Gold | Keine Kommentare

Warum Goldbesitzer ihr Gold nicht hergeben

Im Zuge des Goldpreisverfalls melden sich nun schlaue Leute zu Wort, die meinen, man hätte seine Goldmünzen und -barren beim Hoch verkaufen sollen, dann hätte man jetzt wieder günstig einsteigen können. Die Unerfahrenheit mancher Anleger zeigt sich in solchen Aussagen. Der echte Goldinvestor hat Gold zwecks Schutz vor Staatspleite, Bankenpleite und Auseinanderbrechen der Eurozone erworben. Wie kann man also erwarten, jemand gäbe sein Schutzschild aus der Hand?

Nur mal angenommen, jemand wäre tatsächlich geneigt gewesen, am letzten Hoch, das war bei Kursen über 1800$, seine ganzen Goldbestände herzugeben, dann würde er zu einem kritischen Zeitpunkt sein "sicheres" Geld gegen Papiergeld tauschen. Das war zu der Zeit, als die Eurokrise wieder einmal eskaliert ist. Genau dann, wenn sich die Krise deutlich zuspitzt, dann sollten Anleger ihr Gold aufgrund von Spekulationsabsichten veräußern? Das macht doch gar keinen Sinn.

Sie merken schon, nachher sind viele Anleger schlauer. So auch im Falle des Goldpreises. Zu Kursen nahe des Allzeithochs hat man sich nicht getraut zu verkaufen, ganz im Gegenteil, man war froh, dass man Gold besaß. Jetzt, wo der Preis gefallen ist, klopft man sich an den Kopf und sagt "hätte man doch verkauft". Das sind die gleichen Menschen, die sich vor 30 Jahren nicht getraut haben, Microsoft-Aktien zu kaufen, und nachdem der Aktienkurs gestiegen ist, haben sie sich dann vorgeworfen "ach hätte man doch damals gekauft".

An dem obigen Absatz merken Sie schnell, dass die Unerfahrenheit die Anleger auf die falsche Fährte führt. Es geht darum, was man in dem Moment der Entscheidung getan hätte, und nicht darum, was man hätte tun sollen, nachdem man über den nachfolgenden Kursverlauf Kenntnis erlangt hat. Anders ausgedrückt: Niemand braucht jetzt über verpasste Chancen klagen, wenn er zum entsprechenden Zeitpunkt nicht reagiert hat (sich nicht getraut hat).

Mit dieser Erkenntnis schließt sich der Kreis um die plakativen Aussagen, man hätte seine Goldbestände am Hoch verkaufen sollen. Denn jetzt hätten die Anleger ideale Gelegenheit zu günstigen Kursen einzusteigen. Was wäre gewesen, wenn Anleger ihr Gold bei Kursen um 1800$ verkauft hätten und der Goldpreis direkt weiter auf 2700$ gestiegen wäre?

Wer mit Gold spekulieren will, der muss wissen, womit er handelt und welche Risiken er eingeht. An Hochs und Tiefs zu handeln ist nicht falsch. Nur ist der Spekulant nicht gleich der Investor. Der Investor hat weit langfristigere Ziele. Er sieht bei einer Investition in Gold eine strategische Entscheidung.

Diese Anlage dient ihm zum Schutz vor den bekannten Gefahren. Eine oft unterschätzte Gefahr ist die der Inflation. Die wird die Menschen in der Zukunft sehr beschäftigen. Die Geldmenge, die heute in die Welt gesetzt worden ist, muss sich irgendwo auswirken und sie wird es. Hier ist Gold ein wirksamer Schutzschild.

Wenn Sie diesen Artikel zu Ende gelesen haben, werden Sie sich die gleiche Frage stellen, die der Titel bereits angesprochen hat. Wie kann irgendwer in einem Umfeld, wie wir es gerade durchleben, erwarten, ein Goldbesitzer würde sein Gold hergeben?

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Weitere Artikel zum Thema Gold: www.krisenblick.de

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