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Rat an Zypern: Bloß kein Gold verkaufen

Gepostet von am 12 Apr, 2013 in Europa | Keine Kommentare

Rat an Zypern: Bloß kein Gold verkaufen

Mehr Geld ist etwas Schönes. Natürlich nur dann, wenn man es sich verdient. Weniger schön ist es, wenn man es braucht. So wie im Falle Zyperns, wo man sich in der benötigten Summe um läppische 6 Milliarden Euro vertan hat. Dieses Geld soll nun durch Goldverkäufe des kleinen Landes aufgebracht werden. Wenn Zypern clever ist, lässt es das sein.

Manchmal schreiben wir, Europa verhält sich wie eine Bananenrepublik, weil es keine Ordnung mehr gibt. Das wird jetzt wieder unter Beweis gestellt, da all die Rettungsbemühungen der letzten Wochen unter falschen Annahmen stattgefunden haben.

Zunächst hatte man angenommen, dass Zypern 17 Milliarden Euro benötigt. 10 Milliarden wollen die Euroretter zahlen, wenn Zypern im Gegenzug die 7 Milliarden zusammenbekommt. Das hat das Land schon vor großen Schwierigkeiten gestellt.

Ganz aktuell ist herausgekommen, dass diese Annahme falsch war und das Zypern nun 23 Milliarden Euro bräuchte. Das sind sechs Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen, heißt es in der Umgangssprache.

Die Euroretter haben auch schon die Antwort parat. Zypern soll unter anderem seine Goldreserven verkaufen. Diese Idee hatten sie schon im ursprünglichen Rettungsplan, in dem Zypern zusätzlich zu den Edelmetallverkäufen auch Staatsbetriebe privatisieren sollte, Steuern erhöhen und sich vor allem bei den Bankvermögen über 100.000 Euro bedienen sollte.

Die Euroretter haben sich in ihrer Rechnung verkalkuliert und bürden die neue Last nun dem kleinen Inselstaat auf. Dieser ist bereits ausgepresst wie die trockenste Zitrone, die man in Nikosia kaufen kann. Aus diesem Grund wollen die Euroretter Hand anlegen an das Heiligste eines Staates: seine Goldreserven.

Wenn Zypern sich weigern kann, dann sollte es das unter allen Umständen tun. Gold ist etwas, was die Euroretter nicht antasten dürfen. Sie haben es in Portugal auch schon einmal probiert und sind gescheitert. Jetzt wollen sie ihre Stärke an dem kleinen Mittelmeerland beweisen.

Gold ist etwas, das dem klein Land noch eigenen Handlungsspielraum lässt. Es kann damit kaufen, was es will. Hat es keine Reserven mehr, dann muss es um alles bei der EU betteln. Das wäre nicht schön.

Die Medien berichten schon, als wäre das eine ausgemachte Sache. Das ist es aber noch nicht. Es wird darüber verhandelt. Manche Medien schreiben gar, Zypern wolle Gold zu Geld machen. Das ist natürlich falsch. Gold ist Geld.

Sofern Zypern noch Haltung wahren kann, dann sollte es um seine Goldreserven kämpfen und sich nicht von den Eurorettern übers Ohr hauen lassen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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  1. Zypern muss Goldreserven verkaufen: Eurokrise rammt Goldpreis in den Boden - [...] Zypern muss aller Voraussicht nach aufgrund der hohen Verschuldung seine Goldreserven verkaufen, das Land wird damit finanziell ausgeblutet und…

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