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Bargeldverbot: Die Schweden sind die ersten Opfer

Gepostet von am 9 Apr, 2013 in Europa | Keine Kommentare

Bargeldverbot: Die Schweden sind die ersten Opfer

Die schwedischen Bürger murren nicht, dass ihnen das Bargeld weggenommen wird. Sie sind es auch nicht gewöhnt. Seit vielen Jahren ist es in Schweden üblich, sogar Kleinkram mit Plastikgeld zu bezahlen. Die junge Generation wird das Bargeld daher nicht vermissen. Das ist jedoch gefährlich, da die Menschen die Tragweite solch einer Entscheidung nicht abschätzen können. Die Schweden werden nichts mehr ohne das wachsame Auge des Staates machen können. Der Bürger verliert seine Unabhängigkeit.

Bisher war es so, dass jeder mit seinem Geld machen und tun konnte, was er wollte. Wer das Geld hat, bestimmt die Musik, heißt es umgangssprachlich. Vor allem konnte der Mensch seine Entscheidung unabhängig treffen und seine Einkäufe anonym tätigen. Das wird in der Zukunft in Schweden nicht mehr möglich sein. Ohne Bargeld ist der Mensch nicht mehr Herr über sein Geld, da er es ja nicht unter seine Matratze legen kann. Das Geld muss dann auf der Bank liegen und damit fangen die Probleme an.

Wie will der schwedische Bürger zum Beispiel anonym Gold und Silber kaufen? Das geht dann gar nicht mehr. Wer sein Geld in Sicherheit bringen will, wird vom Staat (aufgrund der nötigen Banküberweisung) beobachtet werden. Damit ist man dem Staat ausgeliefert. Warum die Schweden sich nicht wehren, ist unbegreiflich. Es passt jedoch zu unserer Zeit, dass z. B. die Bankkunden nicht die Bankschalter gestürmt haben, trotz der Geschehnisse in Zypern. Die Menschen erfassen nicht die Tragweite der Entscheidungen, die um sie herum passieren.

Während in den südlichen Staaten ein Bargeldverbot für Transaktionen in bestimmte Höhe eingeführt wurde (z. B. 1500 Euro), soll in Schweden das Bargeld vollends von der Bildfläche verschwinden. Natürlich alles zum Wohle der Nation und zur Unterbindung von Kriminalität. Diese Veränderung wird positiv formuliert und die ängstlichen Schweden fühlen sich bei solchen Worten sicherer.

Gleichzeitig geben sie sich jedoch auf. Sie werden nie wieder etwas entscheiden können, das nicht von irgendeiner Instanz kontrolliert wird. Jemand anders wird im Notfall eine Transaktion verbieten bzw. auch das Konto sperren können. Wie gesagt, die Hoheit über das eigene Geld wird mit einem kompletten Bargeldverbot abgegeben. Das ist eine gefährliche Entwicklung.

Noch ein Punkt mahnt zur Vorsicht. Wenn jeder Schwede sein Geld auf der Bank hat, dann kann er nicht mehr loslaufen und im Rahmen eines Bankenruns seine Ersparnisse von der Bank nehmen. Erstens gibt es ja dann kein Bargeld mehr und zweitens würde man mit einer Teilabhebung das eigene Vermögen in Gefahr bringen, da der Rest ja genau auf dieser Bank liegt. Man schneidet sich ins eigene Fleisch oder sägt den Ast ab, auf dem man sitzt.

Solch eine Abhängigkeit zwischen den Banken und den Bürgern ist gewollt. So kann der Bürger nicht mehr gegen die Banken sein und wenn, dann muss er dafür bluten.

 

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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