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Steueroasen Enthüllung: Alles Heuchelei

Gepostet von am 5 Apr, 2013 in Wirtschaft | Keine Kommentare

Steueroasen Enthüllung: Alles Heuchelei

Diese Heuchelei in den Medien und in der Politik ist kaum noch zu ertragen. Jetzt wird sich kollektiv entrüstet über etwas, was jeder bereits wusste. Es gibt und gab Steueroasen und es gibt Offshore-Unternehmungen. Was bitte ist daran nun neu und was hat man bisher unternommen, um solch eine Gründung zu unterbinden? Nichts! Deshalb ist der jetzige Hype in den Medien bloße Heuchelei und keine Zeile wert.

Eine riesige Datenmenge über möglicherweise steuerhinterziehende Bürger, Organisationen und Unternehmen ist aufgetaucht. Sie wurde Journalisten zugespielt, die diese Information nun veröffentlicht haben. Es soll sich um Daten von 120.000 Offshore-Firmen aus 170 Ländern handeln. Die Medien machen sich nun auf, mit einem Fingerzeig über Steueroasen und Steuertricks zu berichten. Sie hören gar nicht auf sich zu entrüsten, wohl wissend, dass all das, was nun zutage kommt, wirklich nicht unbekannt war.

Sehr viele Finanzdienstleister bieten komplizierte Konstrukte an, wie man Vermögen verstecken kann. Das ist nicht neu. Dafür braucht man keine Enthüllung und auch keine Heuchelei, dass man nun den Steueroasen den Kampf ansagen müsste. Die Medien wollen wieder einmal eine Wut der Bürger auf etwas schüren, auf eine Art Entdeckung, die aber gar  nicht neu ist. Die Medien versuchen wieder, Sand in die Augen der Bürger zu streuen.

Die Politik hält sich nicht zurück und versucht die Stimmung ebenfalls anzuheizen. All diejenigen, die jetzt laut aufschreien, wie Schäuble, Steinbrück und Co haben und hatten die Möglichkeit, gegen die Verschiebung von Vermögen etwas zu tun. Man wollte ja gar nicht. All diese Konstrukte sind Regierungen und Finanzämtern bekannt und bisher geduldet.

Die Medien entfachen hier ein Feuer, das brandgefährlich ist. Daran erinnern die DWN in ihrem Artikel "Die Hexenjagd gegen private Vermögen ist eröffnet".

Viele Unternehmen geben offen zu, dass sie die Möglichkeiten, die ihnen geboten werden, auch ausnutzen. Das letzte Mal, als es eine Welle der Entrüstung gab, war, als Google-Chef Schmidt offen zugab, dass das Internetunternehmen stolz darauf ist, dass es einen Weg gefunden hat, seine Steuerlast durch das Verschieben von Gewinnen kleinzurechnen. Es gebe nichts Verwerfliches daran, da jede Handlung nach Recht und Gesetz erlaubt ist.

Hier kommt der Vorwurf der Heuchelei ganz deutlich zum Vorschein. Zunächst erlaubt man die Gründung von Offshore-Unternehmen, wofür auch immer, und zeigt jetzt auf die Personen und Unternehmen, die von diesem „Angebot“ Gebrauch gemacht haben.  Man erlaubt, Vermögen zu verschieben und man erlaubt, Gewinne in Ländern mit geringen Steuersätzen zu deklarieren, obwohl sie nie in solch einem Land erwirtschaftet wurden. Jetzt beklagt man dieses Vorgehen.

Während man nämlich den kleinen Staaten wie Griechenland und Zypern die Regeln diktiert, hält sich die Politik bei der Bekämpfung von Staaten, die Steuerhinterziehung begünstigen, stark zurück. Wenn die Regierungen etwas gegen solche Verschiebungen tun will (bisher nicht wollte), dann braucht sie sich jetzt nicht entrüstet geben.

Jetzt so zu tun, als sei das alles neu, ist bloße Manipulation. Die Daten mögen neu sein, dass es jedoch Offshore-Unternehmen gab und gibt und diese auch zur Verringerung der Steuerlast genutzt worden sind, ist wirklich keine Überraschung. Auch die Medien hatten die Gelegenheit, im Rahmen ihrer Aufklärungsfunktion über die Möglichkeiten der Steuerhinterziehung bzw. des Verschiebens von Vermögen zu berichten. Diese haben aber solch ein Thema bisher nicht thematisiert.

Lassen Sie sich nicht von den Medien in Sippenhaft nehmen und blenden. Was wir jetzt gerade verfolgen, ist bloße Heuchelei.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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