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DAX 8000 : Warum die EZB der wahre Gewinner ist

Gepostet von am 8 Mrz, 2013 in DAX | Keine Kommentare

DAX 8000 : Warum die EZB der wahre Gewinner ist

Es ist vollbracht. Die ersten Eilmeldungen rasen bereits über die Ticker und erreichen die Medien. Es heißt: „Der deutsche Leitindex DAX hat die 8000-Punkte-Marke geknackt“.Man spricht von Jubelstimmung, wird weiter ausformuliert. Irgendwie kommt bei dem neutralen Betrachter die Lust zum Feiern nicht auf, denn der Anteil des DAX an diesem Sieg ist minimal. Gewonnen hat die EZB. Sie hat mit ihren Markteingriffen die Börsen emporgehoben. Sie muss man jetzt auch feiern.

Jetzt wird der DAX gefeiert, ohne dass dieser einen Anteil an dem Erfolg, am Erreichen der psychologisch wichtigen Marke, gehabt hätte. Der DAX ist nur das Ergebnis. Die Folge einer anderen Handlung sozusagen. Die wirkliche Leistung, die kommt aber von woanders her, nämlich von der EZB. Sie hat mit dem Bereitstellen von Unmengen an Liquidität den Weg des Anstiegs geebnet. Leider lassen die Medien oftmals das Blicken hinter die Fassade nicht zu. Sie heizen die Börsenparty schnell an und lenken alle Aufmerksamkeit auf die DAX-Tafel.

Wie wir schon vor ein paar Tagen anklingeln lassen haben, ist das gemeinsame Erreichen einer (gefühlt) wichtigen Marke nun ein Grund, jedes Krisenthema zu zerreden. Man kann offensichtlich mit grenzenlosem Geld jede Krise in die Knie zwingen. So wird es den Anlegern verkauft. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Börse das reale Umfeld kaschiert. Sie selbst ist ja nicht real. Sie kann einen falschen Eindruck von Wohlstand erzeugen und damit die Laune der Anleger steigern.

Weder die Börse noch die Zentralbanken können Krisen lösen. Und an diesem Glauben zweifeln die Ersten bereits. Sie glauben, dass ein Anstieg der Börsenkurse ein Gesunden der Wirtschaft mit sich bringt. Das ist jedoch eine Fehlinterpretation. Durch die angefachte positive Laune kommt es zu immer weiteren Käufern am Markt, die jedem neuen Anleger signalisieren, du musst nur kaufen, der Markt steigt von selbst, denn alles wird gut und vor allem: Die EZB ist ja für uns da.

Genau dieses Sicherheitsdenken unter den Marktteilnehmern wollte die EZB von Anfang an erreichen. Die große alte Dame hat ihre Schachfiguren wohl getimed gesetzt. Sie hat mehrere Züge im Voraus gedacht. Jetzt, am heutigen Tag, sind wir genau da, wo die Zentralbank den Finanzmarkt haben wollte.

Die Börsen gehen durch die Decke. Die Zinssätze für Staatsanleihen sind nicht mehr kritisch und in den Köpfen der Leute verbreitet sich eine Stimmung, dass alles wohl nicht so schlimm sein kann. Das ist ein Trugschluss. Wir erinnern noch mal an den wichtigen Satz aus diesem Artikel: Weder die Börse noch die Zentralbanken können Krisen lösen.

Es bleibt daher spannend. Irgendwann werden die Anleger aus dem Fenster blicken müssen und erkennen, das sie die Lage falsch interpretiert haben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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