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Börse: Was geht im Kopf des Anlegers vor?

Gepostet von am 16 Nov, 2012 in Börse | Keine Kommentare

Börse: Was geht im Kopf des Anlegers vor?

Wer glaubt, die Kursverluste der letzten Tage seien schmerzhaft genug, dem könnte noch Schlimmeres blühen. Denn die Börse kennt keine Gnade. Genauso wie sie manchmal sechs Tage am Stück steigen kann, kann sie auch 400 Punkte oder mehr am Stück fallen. Inmitten dieser Kursbewegungen ist der Anleger, der sich fragt, wie es nun weitergeht. Kommt der DAX wieder auf die Beine oder ist das der Anfang einer Phase gnadenloser Verluste.

Wir sind oft an der psychologischen Situation des Anlegers inmitten des Großkapitals interessiert und versuchen seine Lage in den Mittelpunkt zu rücken. So auch jetzt, denn der private Kleinanleger ist plötzlich gefangen zwischen den Verlusten und das, obwohl man ihm noch vor wenigen Wochen von einem starken Aktienmarkt berichtet hatte. Ihm wurden steigende Kurse versprochen und eine Jahresendrally obendrein. Von Krise damals kein Wort.

Unser Anleger hat seinen ganzen Mut zusammengenommen und ist auch rein in den Aktienmarkt, der ihm die gleichen Profite liefern sollte, wie er es bei den anderen auch schon getan hatte. Der Anleger kaufte sich Aktien. Jedoch ist das Depot nun blutrot anstatt grasgrün. Scheinbar ist der Anleger zur falschen Zeit im Markt und kann nur zusehen, wie seine Verluste täglich steigen.

Und als wäre die Wahl des falschen Zeitpunkts nicht schon schlimm genug, prasseln nun auch die Krisenmeldungen auf die Finanzmärkte ein. Wo waren diese vor Wochen? Alles geschieht so schnell und unser Anleger wirkt hilflos. So ist er auch gegenüber seinen Aktien. Er hat sie nun, die begehrten Aktien, die nun niemand haben will. Mit jedem Tag kommen neue Verluste hinzu und die Nächte werden kürzer, da sie ihm den Schlaf rauben.

Die Kurse können doch nicht ewig fallen, so seine Überzeugung. Das klingt dann meist nach Mut zusprechen als nach einem Plan, aber so ist der Anleger eben. Wenn er jetzt verkauft, dann wird  er Verluste realisieren, und davor hat er Angst. Möglicherweise hat er das in der Vergangenheit schon einmal gemacht und danach ist der Markt gestiegen. Also muss er diesmal nur stark sein und diese Phase der Schwäche überstehen, denkt er sich.

Anstatt also das Weite zu suchen und dem Schrecken ein Ende zu bereiten, denken die meisten Anleger in solch einer Situation an das Nachkaufen, sie wollen verbilligen. An Flucht denkt kaum jemand, obwohl das naheliegender sein müsste. Man hofft eben, dass dies Gelegenheiten sind, die nie wiederkommen werden, günstig noch ein paar Aktien zu bekommen. Zudem wird auch gleich mit ausgerechnet, dass eine größere Anzahl an Aktien, bei wieder steigenden Kursen, einen höhen Profit bescheren wird. Der Anleger denkt, es werde wieder alles in Lot kommen.

All das was wir hier schreiben, geschieht an der Börse andauernd. Es gibt immer Anleger, die sich plötzlich in einem Aktienmarkt wiederfinden, der ganz und gar nicht nach steigenden Kursen aussieht. Das gilt auch für Trader, die zu 80% scheitern. Diese versuchen genau jetzt jeden Kursverlust im DAX mit einem Long-Versuch zu beantworten. Das scheitert meist kläglich, denn es liegt in der Natur des Menschen, sich einzureden, dass der nächste Versuch ihn zum Erfolg führen wird, doch meist sind es nur noch größere Verluste.

Niemand kann Ihnen mit 100% iger Sicherheit sagen, wie die Börse morgen verlaufen wird, es sind immer Annahmen und Möglichkeiten. Jedoch ist Eines ganz sicher. Die Verluste können noch viel höher ausfallen, wenn Sie nicht rechtzeitig die Reissleine ziehen. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen Anleger bei kleinen Verlusten nicht verkauft haben und später bei großen verkauft haben. Der Fehler ist nun mal passiert, Sie haben zur falschen Zeit Aktien erworben, und die Verluste sind nun mal da. Je früher Sie sich von dieser Last befreien umso besser für Sie, Ihren Schlaf und Ihren Seelenfrieden.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-traing Team

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