USA: Ein endloser amerikanischer Traum

Gepostet von am 7 Nov, 2012 in USA | Keine Kommentare

USA: Ein endloser amerikanischer Traum

Der alte Präsident ist gleich der neue, denn Barack Obama ist erneut zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden. Er will vieles besser machen, das hat er schon einmal gesagt. Das war vor vier Jahren. Dem Land geht es dennoch schlecht. Vieles in dem Land der unbegrenzten Möglichketen basiert auf Hoffnung. Man hofft, ein neuer Präsident mache Dinge besser, man hofft auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage, vielleicht hofft man auch auf ein Ende der Kriege. Kurzum: Man träumt.

Schon vor vier Jahren, als Obama zum ersten Mal zum amerikanischen Präsident gewählt wurde, träumten viele. Sie gaben sich der Illusion hin, dass dieser Mann, manche nannten ihn auch Messias, die Welt verändern könnte. Passend dazu war sein Motto "Yes, we can". Er brachte nicht nur die amerikanischen Bürger zum Träumen, sondern auch viele ausländische, wie beispielsweise sein Besuch in Berlin gezeigt hat. Die Obama-Mania ging gar soweit, dass man ihm den Friedens-Nobelpreis verlieh, noch bevor er eine (ehrenwerte) Tat vollbracht hatte. Vieleicht wollten sich die Menschen auch in einen Traumzustand flüchten, weil die Realität so schmerzhaft ist.

Zum amerikanischen Traum gehört der Wille, nicht aufzuhören, mag es noch so schlecht um einen selbst (oder die Gesellschaft) gestellt sein. Auch gestern Abend, nach seinem Sieg, beschwor Obama wieder einmal dieses letzte Fünkchen Hoffnung amerikanischer Kultur indem er sagte: „Wir haben uns aufgerichtet, uns zurückgekämpft“. Das war typisch für Amerika.

Das ist bezeichnend für ein Land, das wohl nichts weiter kann als zu kämpfen. Dazu passen die kindlich und hilflos wirkenden kriegerischen Handlungen einer amerikanischen Nation in einer kultivierten und fortgeschrittenen Welt in unserer Zeit. Die USA muss wohl auch am Boden liegen um sich zurückzukämpfen, das scheint ihr Naturell zu sein. Nur wer einmal Sand gefressen hat, weiß, wie die Niederlage schmeckt, könnte man passenderweise sagen. Die USA – ein hoffnungsloser Träumer, ein Idiot, ein Verlierer?

Das Land liebt es zu träumen, da brauchen Sie nicht lange nach Beispielen zu suchen. Ganz Hollywood baut auf diesem System auf. Das gilt für fast alle Produktionen. Beispielsweise im Film Rocky (der Boxer), muss der Held gegen einen eigentlich unbesiegbaren Gegner antreten, zunächst wird er ordentlich vermöbelt, dann angezählt, um sich dann letztendlich "aufzurichten und zurückzukämpfen". Sie merken schon, die gleichen Worte benutzte auch gestern Abend der neue Präsident Obama.

Die USA schafft es, sich im Film immer wieder auf die Beine zu stellen und als Sieger aus dem Ring zu gehen. Das ist der Traum. Anders hingegen ist die Realität. Diese ist düster, schmeckt bitter und ist wenig ansehnlich. Deshalb ignorieren die Bürger, die Politik und die Medien sie auch. Wer die Realität ignoriert, der muss sich in eben in einen Traumzustand flüchten. Das macht die USA jetzt erneut für zunächst „Four more years“.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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