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Facebook: Mutter und Aktie geht es gut

Gepostet von am 21 Mai, 2012 in Börse | Keine Kommentare

Facebook: Mutter und Aktie geht es gut

Was haben Facebook und eine Geburt gemeinsam? In beiden Fällen sind die letzten Wochen und Tage die spannensten. In letzter Zeit verging kein Tag mehr ohne Facebook in den Medien, ohne Informationen zum Börsengang, ohne eine Nachricht zur Zuteilung. So richteten sich am Freitag Nachmittag alle Augen auf die NYSE. Unter Druck und viel Pressen hatten die Konsortialbanken den Neuling angeschoben, sodass dieser das Licht der Börse entdeckte. Die wichtigste Nachricht für alle Anleger: Mutter und Aktie geht es gut.

Sobald der Säugling auf der Welt ist, türmen sich die ersten Fragen. Ist das Kleine gesund, hat es die Austreibungsphase gut überstanden? Bei der Facebook Aktie ist es nicht anders. Unendliche viele Fragen werden den Investoren gestellt, wie es nun mit dem Aktienkurs weitergeht, ob die Aktie Potential hat und ob man noch Facebook Aktien kaufen soll?

Hoffentlich haben die Eltern von der Facebook Aktie, nämlich die Konsortialbanken, rechtzeitig einen Stillkurs besucht. Denn das Baby auf die Welt bringen ist eine Sache, es zu hegen und zu pflegen eine vollkommen andere. Darauf kommt es jetzt an. Millionen von Aktionären haben die Aktie gezeichnet und unter Mühen ein paar Anteile ergattert. Wenn jetzt der Kurs einbricht, wäre das nicht schön für die Börsenwelt.

Verschiedenen Meldungen zufolge musste "die helfende Hand", der Konsortialführer Morgan Stanley, bereits am Freitag mit knapp zwei Milliarden Dollar Facebook Aktien erwerben, damit diese nicht kurz vor Handelsschluss unter den Ausgabepreis von 38$ fielen. Es gilt bei einer Emission als ein Erfolg, wenn die Aktie am ersten Handelstag höher schließt als der Ausgabepreis.

Kurspflege nach der Ausgabe von Aktien ist nicht unüblich. Wer die dritte Tranche der Telekom Aktie mitverfolgt hat, weiß dass die neu ausgegebenen Aktien schnell unter den Ausgabekurs fielen, das gefiel den Zeichnern gar nicht. Man wollte keine weiteren Investoren verlieren, weil die T-Aktie so eine schlechte Performance ablieferte. Also setzten sich verschiedene betreuende Banken zusammen und vereinbarten, die T-Aktie zu stabilisieren. Das funktioniert nur kurzfristig. Man kann über eine längere Zeit keine Aktie vor dem Absturz schützen. So fiel die Aktie der Telekom weiter, nachdem die Banken die Stabilisierungsmaßnahme abbrachen, da diese zuviel Geldeinsatz benötigte.

Was bedeutet das für Facebook? Eine Stabilisierungsmaßnahme ist ein Signal für die Investoren. Es soll signalisieren, dass die Aktie bei 38$ stabil ist, ein weiteres Sinken nicht anzunehmen ist und die Anleger getrost kaufen können. Es muss dann in kurzer Zeit zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung kommen. Die Investoren kaufen und der Facebook Kurs steigt, weitere Anleger kaufen, die Aktie steigt weiter. So orientiert sich der Kurs nach oben und die helfend Hand zieht sich zurück. Sie verkauft ihre Anteile (aus der Stützungsmaßnahme) in den steigenden Markt hinein. Die Stützung war erfolgreich.

Mal sehen ob die Hebamme "Morgan Stanley" die richtigen Griffe kennt, um der kleinen Facebook Aktie zu einer Stabilisierung zu verhelfen. Denn wie bei einem Säugling auch entscheidet die Performance der ersten Tage, ob man aus dem Gröbsten hinaus ist oder ob es doch Probleme bei der Geburt gab.

Für den Moment, ist erst einmal Abwarten angesagt. Die Aktie braucht Ruhe und Zeit. Bei einem Säugling fällt das Gewicht in den ersten beiden Tagen, um dann ordentlich zuzulegen. Wir können gemeinsam verfolgen, ob das bei der Facebook Aktie auch so verlaufen wird.

Diejenigen, die die Aktie auf den Markt gebracht haben, sind auf jeden Fall glücklich. Sie konnten ohne Risiko viel Geld einnehmen. Das Risiko des Kursverlaufs tragen nun die Aktionäre, die jetzt Aktien im Depot haben. Für sie gilt nun jede Stunde nachsehen, ob die kleine Aktie gewachsen ist. 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

 

 

 

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