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Die EZB ist nicht der Freund des Volkes

Gepostet von am 9 Mai, 2012 in Europa | Keine Kommentare

Die EZB ist nicht der Freund des Volkes

Oft und gerne wird die EZB als Retter bezeichnet. Wenn alle anderen Stricke reißen, ist sie die letzte Instanz, die helfen kann. Sie verteidigt das System, damit es weiter so funktionieren kann wie bisher. Jetzt könnte man meinen, die EZB tue Gutes. Sie sei Hüter der europäischen Idee und verteidigt diese mit all ihren Möglichkeiten. Nun sei folgende Frage erlaubt: Wenn die EZB so gut ist, warum musste sie dann bei ihrer letzten Sitzung mit einem riesigen Polizeiaufgebot geschützt werden?

Vor allem, wieso muss ein Retter überhaupt geschützt werden? Er hat doch seine Aufgabe im Dienste der Allgemeinheit ausgeführt. Im Falle der EZB hat sich diese mit schwerem Geschütz gewehrt. Man spricht von einer "Bazooka" und von einer "Dicken Bertha" die zum Einsatz gekommen sein soll. Wenn es um das Wohl der europäischen Gemeinschaft geht, dann kennt die europäische Zentralbank kein Zögern. Sie hat viel getan.

Sie hat die bösen Monster der Finanzindustrie besänftigt, als diese sich aufgemacht hatten, das europäische Volk in den Abgrund zu reißen, indem die EZB Süßigkeiten in Billionenhöhe verteilt hat. Die Finanzmonster haben die Leckereien auch gerne angenommen, das erkennt man an dem Verlauf der Börsenkurse nach dem Moment, in dem die vertrauensweckenden Maßnahmen begonnen wurden. Während die Finanzmärkte der EZB wohlgesonnen sind, ist es das Volk nicht. Die EZB traf sich zu ihrer Sitzung in Barcelona und sie musste vor dem Volk beschützt werden. Man stelle sich vor, Robin Hood würde vor dem Volk beschützt werden müssen. Da stimmt doch etwas nicht.

Zu Recht darf der Leser an der Loyalität der EZB zweifeln. Kann es sein, dass das Wohl der europäischen Gemeinschaft nicht im Fokus der europäischen Zentralbank steht? Während das Finanzmonster zur alten Kraft zurückgefunden hat, Boni und Gehälter auf das Niveau von vor der Finanzkrise geklettert sind, hungert und verarmt das Volk.

Die EZB, die die europäische Idee verteidigen will und sich auch so in den Medien verkauft, ist ein Handlanger der Politik und der Finanzindustrie. Nicht eine Aktion der letzten Monate ist zum Wohle der Bürger ausgeführt worden. Oder kennen Sie eine? Nein? Dann sind Sie auch einer von den vielen Millionen Menschen, die sich veräppelt vorkommen dürfen. Immer wieder werden Rettungsmilliarden bereitgestellt. Nur davon kommt nichts beim Volk an. Gewinner sind die Finanzinstitute, die gerne nehmen, was man ihnen schenkt.

Frisches Geld sollte die Anleihezinsen der kriselnden Länder senken. Das hat aber nur kurzzeitig gewirkt. Aktuell sind die Zinssätze wieder auf dem Weg zu dem Niveau von vor der "helfenden" Aktion. Etwas gewonnen hat ein Staat (und das Volk) von der EZB Maßnahme nicht, nur ein wenig Zeit. Die Banken sollten der Wirtschaft Geld leihen, damit diese investieren und Arbeitsplätze schaffen sollte. Passiert ist auch hier nichts. Die Banken horten lieber das frisch erhaltene Geld, anstatt es an die Wirtschaft weiter zu reichen. Die Bürger hatten bisher keinen Vorteil durch die EZB Maßnahmen.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Damen und Herren der EZB in Barcelona von 8000 Polizisten beschützt werden mussten. Das klingt nicht nach einem Retter oder einem Helfenden, der vom Volk mit einem Applaus empfangen wird. Wer noch immer glaubt, die EZB handele im Namen und zum Wohle der europäischen Gemeinschaft, dem sei das Polizeiaufgebot in Barcelona in Erinnerung gerufen.

Ein bezeichnenderes Bild gibt es selten, das die aktuelle Lage besser darstellt. Die EZB ist nicht der Freund des Volkes, auch wenn sie sich gern dafür ausgibt.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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