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Das Leid mit dem Papiergeld

Gepostet von am 3 Mai, 2012 in Finanzkrise | 1 Kommentar

Das Leid mit dem Papiergeld

Es ist schon ein Kreuz mit dem Papiergeld. Auf der Bank kann es nicht bleiben, denn bald werden diese wegen chronischen Geldmangels schließen müssen. Zu Hause gut versteckt bringt es keine Zinsen und keine Dividende, es liegt nur herum. Am liebsten würde man es mit beiden Händen ausgeben, denn es ist ja bald sowieso nichts mehr wert. So richtig traut man sich dennoch nicht, denn was ist, wenn das Geld noch eine Weile hält? Das Papiergeld und unsere Sorgen.

Den meisten Menschen wird bei Thema Papiergeld heiß und kalt zugleich. Es ist wie die süßsaure Sauce beim Chinesen. Man kann nicht ohne sie, aber man kann auch nicht mit den Geldscheinen. Auf der einen Seite kann man gar nicht genug davon haben. Je mehr umso besser. Jeder möchte reich sein. Auf der anderes Seite droht der Crash, der das ganze Papiergeld wertlos macht. Wie handelt man da richtig? Hauptsache ausgeben, wäre das der richtige Weg? Was nicht mehr da ist, kann einem auch nicht mehr genommen werden. Das wäre insofern verständlich, da niemand derjenige sein will, der am Tag X mit einem Bündel mühsam ersparten Geldscheinen zu Hause sitzen will, womit er nichts mehr kaufen kann.

Die Gedanken wollen kein Ende nehmen. Was macht man denn nun? Die meisten scheinen Handwerker und Immobilienmakler beglücken zu wollen. Es werden haufenweise Aufträge vergeben und viele Immobilien gekauft. Solange man noch etwas für sein Geld bekommt, nur her damit, scheinen die Bürger damit ausrücken zu wollen. Andere Zeitgenossen investieren in Gold und Silber. Egal zu welchem Preis, sie wollen lieber Unzen und Barren besitzen. Lieber etwas in der Hand, als Papiergeld, das sich in Luft auflöst.

So kann es nämlich kommen. Vielleicht wird die heutige Währung plötzlich abgeschafft und man darf nur einen kleinen Teil in die neue Währung wechseln. Der Großteil wäre damit entwertet und wertlos. Diese Angst sitzt den Bürgern im Nacken. Aber auch wenn die heutige Währung nicht verschwinden sollte, dann droht die Inflation. Auch in diesem Fall hätte man nicht viel von seinem Bargeld gehabt, da dieses schnell an Kaufkraft verlieren wird.

Wer kann unter diesen Umständen noch in Ruhe schlafen? Die Sorgen nehmen kein Ende. Wie Geld funktioniert, wurde hier gezeigt. Dass unser Papiergeldsystem auf Vertrauen basiert, hier erklärt. Wenn aber der Moment der Wahrheit näher rückt und das Unausweichliche geschieht, das nämlich, dass Banken schließen und Staaten in die Taschen der Bürger greifen, dann – ja genau dann – will niemand mehr Papiergeld besitzen.

Jetzt kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Wann entledigt man sich der schwer erarbeiteten und lange geliebten Euros, um damit etwas Sicheres zu kaufen? Morgen ist auch noch ein Tag, das darf nicht vergessen werden. Wer heute alles ausgibt und morgen nicht tot ist, der braucht noch etwas, um zu leben. Also doch noch etwas warten?

Warten könnte sich dann lohnen, wenn die Wirtschaft stark einbricht und es zu einer Deflationsphase kommt. Preise von Waren und Dienstleistungen würden rasant fallen. In diesem Fall könnte man sich mit dem Geld noch Dinge kaufen, die im Preis noch günstiger werden. Das macht Mut, aber es gibt keine Garantie dafür.

Also wieder zurück auf Los? Es sieht so aus. Lange Zeit hat uns das Papiergeld an der Nase herumgeführt. Der Bürger ist bereits seinem Reiz verfallen und klammert sich fest an es. Doch jetzt ist es Zeit, loszulassen. Entweder man lässt selbst los oder der Staat wird dafür sorgen. Nur wann, verehrte Leser, das ist noch nicht klar.

Das Leiden geht also weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

1 Kommentar

  1. ich würde mir auch hier einen kritischeren Umgang mit dem herrschenden Geldsystem wünschen, denn es gibt Lösungen für ein Geld ohne Angst und Leiden
    http://geldseite.wordpress.com/2012/05/04/geld-ist-eine-bewustseinsfrage/

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