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Staatswillkür: Bargeldverbote kommen

Gepostet von am 15 Apr, 2012 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Staatswillkür: Bargeldverbote kommen

Im Zuge der Finanzkrise haben viele Menschen ihr Geld von der Bank abgehoben und woanders hinterlegt. Banken können in diesen Zeiten jederzeit Pleite gehen, dann will niemand vor verschlossenen Türen stehen, das ist verständlich. Unverständlich dagegen ist die neueste Entwicklung, dass man den Bargeldverkehr abschaffen oder zumindest eindämmen will. In immer mehr Staaten versucht der Staat wieder den Zugriff auf das Ersparte der Bürger zu erlangen. Das Mittel sind Bargeldverbote.

Das Bezahlen mit Bargeld soll ausgetrocknet werden. Die Griechen hatten sich als erste darüber Gedanken gemacht. Das war 2010, mit Beginn 2011 sollen alle Zahlungen unter Privatleuten über 1500 Euro nicht mehr mit Bargeld durchgeführt werden dürfen. Für Geschäfte zwischen Unternehmen lautet die Grenze 3000 Euro.

Was zunächst als Ausnahme in Europa galt, wurde bald gängige Praxis. Seit dem 04. Dezember 2011 sind Bargeld-Transaktionen in Italien ebenfalls nicht mehr erlaubt. Für die Italiener ein Schock, da sie schon lange an Bargeldzahlungen gewöhnt sind.

Nun hat Spanien (April 2012) angekündigt, ebenfalls ein Bargeldverbot einzuführen. Alle Geschäftstransaktionen über 2500 Euro sollen nicht mehr mit Bargeld abgewickelt werden dürfen.

Den Vogel schießt Schweden ab. Dort überlegt man, ob man den Bargeldverkehr komplett abschaffen soll. Für die Schweden würde das keine große Umstellung bedeuten, da die Skandinavier bereits heute ihr Bier, ihre Fahrkarte und ihren Burger mit Kreditkarte zahlen. Nur der Kaugummi würde also neu hinzukommen. Faktisch ist das Bargeld in Schweden schon ausgetrocknet. Trotzdem haben die Schweden heute noch die Wahl, was sie in der Zukunft nicht hätten.

Alle obigen Beispiele nutzen die gleiche Argumentation, um ihre Idee der Bargeldeinschränkung zu untermauern. Die Maßnahme wäre zum Wohle des Volkes. Man nennt es Anti-Steuergesetze. Die Menschen könnten weniger Steuern hinterziehen. Der Staat würde mehr Geld einnehmen. In ängstlichen Nationen wie Schweden muss auch die Verbrechensbekämpfung als Argument herhalten. Mit dem Bargeldverbot würde die Kriminalität deutlich geringer werden.

Wer jetzt berechtigterweise sagt, der Euro ist ein gesetzliches Zahlungsmittel und der Möbelverkäufer, das Autohaus oder das Elektrofachgeschäft muss Ihr Bargeld annehmen, der wird jetzt eines Besseren belehrt werden.

Jeder Staat, der eine Einschränkung des Bargeldverkehrs einführen will, muss sich das von der EZB genehmigen lassen. Und was glauben Sie, sagt die EZB dazu?

"Das Verbot einer Bargeldzahlung in einer bestimmten Höhe beeinflusst nicht die Tatsache, dass Banknoten ein gesetzliches Zahlungsmittel sind und steht damit im Einklang mit den Gesetzen der Union"

 

Die EZB ist nicht auf der Seite der Bürger. Sie macht die Gesetzte bzw. interpretiert sie so, wie es ihr in die Ansichten passt. Die EZB ist nicht Ihr Freund.

Alle vorgeschobenen Argumente, warum ein Staat unbedingt ein Verbot, eine Einschränkung von Bargeldtransaktionen einführen will, sind nur ein Vorwand. Tatsächlich geht es nur darum, dass der Staat dauernd hinter Ihrem Rücken Ihre Einkäufe verfolgen will. Sie können nichts mehr erledigen, ohne eine elektronische Spur zu hinterlassen. Wenn Sie einmal die Gelegenheit hatten, ein Profil zu sehen, bei dem Ihre EC Karten Umsätze zu sehen sind, werden Sie sich wundern, wie viel man bereits über Sie weiß: darauf steht, wann Sie gerne einkaufen, wo Sie gerne einkaufen, sogar was Sie einkaufen, kann problemlos ausgewiesen werden, da Ihre Kontonummer unter dem Kassenbon steht.

Die Menschen soweit einzuschränken, dass sie ihre eigenen Einkäufe, mit dem eigens mühevoll verdienten Geld nicht mehr bezahlen können, bedeutet einen Verlust der Würde eines Menschen. Der Mensch wird unter eine Kontrolle gestellt. Er verliert seine Freiheit, selbst entscheiden zu können, womit er bezahlen möchte.

Jeder Staat, der ein Bargeldverbot einführen will, versucht seinen Bürgern nur die scheinbare positive Seite zu verkaufen. Tatsächlich sind die negativen in der Überzahl. Eine Karte zum Bezahlen bekommt nicht jeder. Was passiert, wenn Ihnen eine Gesellschaft die EC oder Kreditkarte verweigert? Dann sind Sie von der Gunst einer anderen Organisation abhängig und können wie im Falle von Schweden, wo der komplette Bargeldverkehr abgeschafft werden soll, gar nichts mehr bezahlen. Zu Schweden sei noch gesagt, wenn das Verbot des Bargeldverkehrs die Kriminalität senken soll, dann sei die Frage erlaubt, was ist mit der elektronischen Kriminalität?

Jeder, der schon einmal mit einer nicht funktionierenden Karte an der Supermarktkasse gestanden ist, wird wissen, wie sich die so gepriesene elektronische Zahlung anfühlt. Erst einmal versucht die Kassiererin die Karte mehrmals zum Funktionieren zu bringen, andere Kunden werden in dieser Zeit unruhig. Man sieht Sie bereits genervt an. Die Kassiererin ist überzeugt, dass der Kartenleser den ganzen Tag einwandfrei funktioniert hat und es an "Ihnen" liegen muss. Sie sind Schuld, dass Ihre Karte nicht funktioniert, obwohl Sie nichts dafür können. Auf dem Band liegen nun all Ihre Einkäufe und es geht nicht mehr weiter. Sie würden ein Königreich hergeben, wenn Sie jetzt Bargeld aus der Tasche zaubern könnten, doch das werden Sie in der Zukunft wohl nicht können.

Die Liste der kritischen Fragen kann lange weitergeführt werden. Was passiert, wenn es keinen Strom gibt? Und was, wenn Sie jemand als nicht zahlungswürdig einstuft und Ihnen eine Bezahlkarte verweigert? Was geschieht, wenn der Zugriff auf das Guthaben nicht mehr gewährleistet ist? Wer entscheidet über Ihr Geld und Ihren Zugriff? Eine schlimme Entwicklung.

Wer also geglaubt hat, dass das Bargeld vor dem Zugriff des Staates sicher ist, der sieht sich getäuscht. Jetzt haben Sie es aus dem Zugriff der Bank gerettet und nun greift der Staat nach Ihrem Ersparten, indem er dabei sein will, wenn Sie es ausgeben. Der Staat hat andere Interessen als die seiner Bürger. Was Ihnen als gut verkauft wird, ist meist nur zum Wohl des Staates. Ein Bargeldverbot soll Sie transparent machen, es soll Sie gläsern machen. Der Bürger kann bei einem Bargeldverbot nur verlieren.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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