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EU-Gipfel: Enttäuschung pur!

Gepostet von am 9 Dez, 2011 in Finanzkrise | Keine Kommentare

EU-Gipfel: Enttäuschung pur!

Der EU-Gipfel ist eine vollkommene Enttäuschung. Die Frage ist nur für wen? Für die Anleger, welche im Vorfeld der Sitzung Aktien gekauft hatten, mit der Hoffnung auf eine Lösung? Enttäuscht darf nur der sein, der eine Erwartung an die so gepriesene Sitzung hatte. Für alle anderen ändert sich nichts. Die Probleme in der EU bestehen wie zuvor, wie die unten aufgeführten Punkte zeigen.

Besonders die Aktienmärkte schlugen extrem in die eine oder andere Richtung aus, immer gefangen zwischen Hoffen und Bangen, mit der Frage, wie es mit der Eurokrise weiter gehen wird. Die Investoren sind geübt mit den Aufs und Abs. Es wird meist Hoffnung geschürt in der Art, genau dieser EU Gipfel werde der große Wurf werden, genau jetzt werde eine Lösung zum Vorschein kommen. Doch das ist nur Psychologie. Worauf beruht denn die Erwartung? Auf gar nichts.

Die einfache Frage ist: Warum sollte bei diesem Gipfel irgend etwas anders sein, als bei all den anderen zuvor? Wer sich also in Hoffnung gewogen hat; derjenige, der besondere Erwartungen an diesen Gipfel hatte, muss sich an die eigene Nase fassen. Selbst schuld, heißt es umgangssprachlich.

Auch diesmal sind die Ergebnisse des Gipfels eine Augenwischerei. Einige Beispiele zu den Beschlüssen sollen dies verdeutlichen:

 

Schuldenbremse und Sanktionen gegen Defizitsünder:

Damit die Haushalte der verschiedenen Nationen nicht wieder so aus dem Ruder laufen, soll eine Schuldenbremse eingebaut werden. Wer sich eines Fehlverhaltens schuldig macht, soll bestraft werden. Schulden bremsen heißt nicht sparen, sondern die Geschwindigkeit mit der Schulden vergrößert werden wird nur verringert. Ein Defizitverfahren gab es bisher auch schon, wurde aber von der EU selbst außer Kraft gesetzt. Also nichts gelöst.

 

Der neue Rettungsfonds (ESM) wird vorgezogen:

Der neue Rettungsfond ESM wurde um ein Jahr vorgezogen, anstatt 2013 wird er bereits 2012 eingesetzt und löst den bisherigen Rettungsfonds EFSF ab. Das ist so, als ob Sie die Inspektion Ihres Autos ein Jahr vorziehen. An der Sache ändert das rein gar nichts. Also nichts gelöst.

 

Keine Bankenlizenz für ESM:

Der neue Rettungsfonds ESM wird keine Bankenlizenz bekommen, damit er sich Kredite von der EZB holen kann. Der ESM hatte auch bisher keine Bankenlizenz. Damit wurde also nichts beschlossen, wie man den Bürgern weismachen will. Also nichts gelöst.

 

Ausweitung des Volumens:

Das Volumen des neuen Rettungsfonds ESM soll über eine Hebelfunktion ausgeweitet werden. Das macht der jetzige Rettungsfonds EFSF ebenfalls. Der neue Fonds wird also diese Eigenschaft übernehmen, das bedeutet keine Veränderung. Also wird hierdurch kein Problem gelöst.

 

Beteiligung privater Gläubiger:

Die Beteiligung privater Gläubiger bei einem Schuldenschnitt wird nicht mehr angewandt. Dieser Schritt ist zum Wohle der Finanzindustrie und hat mit einer Rettungsmaßnahme nichts zu tun. Im Topf ist durch diese Entscheidung weniger Geld als vorher. Damit wird also auch nichts gelöst.

 

Liebe Leser, wie Sie sehen, zu dem Problem der europäischen Schuldenkrise, zu dem Problem der Stabilisierung des Euros ist nicht ein einziger Schritt passiert. Wieder einmal ist rein gar nichts gelöst worden. Auch dieser EU Gipfel reiht sich ein in die vielen anderen, die ohne ein greifbares Ergebnis zu Ende gingen. Es ist eine große Enttäuschung.

 

Wie geht es weiter?

Die beiden Artikel, die auf den jetzigen Zustand hingewiesen haben sind:

Die letzte Chance für Europa: hier

Euro Ende: Das letzte Kapitel beginnt: hier

 

Die Politik hat es nicht geschafft, eine Lösung für die Krise zu erarbeiten. Einen Sündenbock in Form der Briten zu präsentieren ist nur ein Weg, von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Die Richtung ist klar: Es geht auf  das Euro-Ende zu.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

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