Ayondo Banner
trade online

Euro Ende: Das letzte Kapitel beginnt

Gepostet von am 1 Dez, 2011 in Finanzkrise, Wirtschaft | Keine Kommentare

Euro Ende: Das letzte Kapitel beginnt

Gestern wurde das letzte Kapitel im Buche der Eurorettung begonnen. Es sind die letzten Zeilen einer Lektüre, die auf das spannende Finale zusteuert. Eines ist gestern klar geworden. Mit Geld kann man nichts retten. Das hat man seit dem Ausbruch der Finanzkrise versucht und zu keiner Zeit damit Erfolg gehabt. Der Euro wird scheitern.

Die Notmaßnahme der großen Zentralbanken, die Märkte zu fluten, soll wieder einmal ein Zeichen setzen. Es soll die Marktakteure von der felsenfesten Absicht der Währungshüter überzeugen, dass man alles tun wird, um die Liquidität am Markt zu erhalten. Denn nachdem die Banken sich untereinander nichts mehr geliehen haben, war die Not groß, dass es zu einer Liquiditätsklemme kommt, einem Herzstillstand der Finanzwelt sozusagen.

Es fällt schnell auf, dass die Banken sich untereinander nicht trauen und sich nicht für kreditwürdig halten, die Zentralbanken aber den "Ahnungslosen" spielen und den (am Markt) Kreditunwürdigen Geld leihen. Das ist nicht clever und erscheint auch nicht einleuchtend. Die Zentralbanken, dass sind die EZB, die amerikanische FED, sowie die Notenbanken Kanadas, Japans, Großbritanniens und der Schweiz, wollen die Kosten bestehender Dollar-Swaps ab dem 5. Dezember um 50 Basispunkte reduzieren. Alles, was die Kosten der Finanzinstitute reduziert, bedeutet dass das Geld dann frei ist, um anderweitig Verwendung zu finden. So schafft man Liquidität.

Zuvor hat die chinesische Zentralbank die Marktakteure überrascht, indem auch sie den Märkten Geld zur Verfügung stellte. Sie senkte die Mindestreserverate um 0,5% auf nun 21%. Die chinesischen Finanzinstitute müssen weniger Kapital als Mindestreserve zurückhalten, daher wird auch wieder Kapital frei, das man anderweitig verwenden kann.

Das Fluten der Märkte ist kein Vorteil, sondern birgt die Gefahr des Ertrinkens. Diese ist nun akut. Die konzentrierte Aktion ist erschreckend. Sie zeigt, wie ausweglos die Lage ist. Es gibt keine andere Lösung, so scheint es. Man will (und muss) den Märkten ein deutlichen Zeichen geben, das hat man mit dem gestrigen Tag getan. Nur gelöst hat man nichts.

Denken Sie immer daran, die richtigen Fragen zu stellen. In diesem Fall: "Was ist die Lösung?". Fragen Sie in jeder Diskussion nach: "Was wurde nun zum Besseren gewendet?" und "Wie sieht nun der Plan aus, den Euro bzw. das Finanzsystem zu retten?" Sie werden keine Antwort erhalten.

Der Grund ist einfach. Es gibt schlicht keine. Mit dieser Maßnahme will man noch ein letztes Mal Zeit gewinnen (wofür?). Man will noch einmal herausstellen: "Seht her, wir die Zentralbanken, wir haben noch die Macht, die Märkte zu bewegen".

Die Geschichte über das Ende des Euros ist bereits  geschrieben. Auch wenn das letzte Kapitel noch nicht zu Ende gelesen ist, ist sein Ende besiegelt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

Leave a Reply

Share This