Ayondo Banner

Inflation frisst bereits unsere Ersparnisse

Gepostet von am 27 Nov, 2011 in Inflation | Keine Kommentare

Inflation frisst bereits unsere Ersparnisse

Kaum ein Thema beschäftigt die Menschen so sehr wie die Inflation. Niemand will sein Geld dahin schmelzen sehen, das ist verständlich und auch natürlich. Jeder hat hart dafür gearbeitet und soweit möglich, jeden Groschen in den Sparstrumpf gesteckt. Das Ersparte ist nun in Gefahr, da die Schuldenprobleme der Staaten durch frisch gedrucktes Geld gelöst werden sollen. Eine Flut von vielem neuen Papiergeld wird den Wert der Scheine im Sparstrumpf senken. Was viele nicht bedenken: die Inflation, also der Wertverlust des Geldes, ist bereits da und frisst ihre Ersparnisse.

Es gibt keine logische Folge, wie Inflation auftreten wird. Folgende Überlegung ist weit verbreitet: Das frisch gedruckte Geld der EZB wird nicht bei den Bürgern ankommen, weil es von der Ausgabestelle der EZB nur bis zu den Banken kommt. Die geben es aber nicht weiter an die Bürger und die Firmen, sondern horten das Geld und legen es selbst wieder an. Somit kommt das neu geschaffene Geld nicht bei den Konsumenten an, diese können die Läden (mit frischem Geld) nicht stürmen, die Händler können die Preise nicht hochsetzen, die Produzenten können keine höheren Preise fordern usw. Der Kreislauf der Preissteigerungen kommt also nie in Gang.

Wie erwähnt, dass ist eine mögliche Annahme. Und sie setzt voraus, dass die Inflation erst noch kommen wird. Also das Problem in der Zukunft auftreten wird. Diese Annahme ist falsch. Wer glaubt, wir haben noch keine Inflation, weil die Statistik das noch nicht anzeigt, der wird sich ganz schön getäuscht sehen, wie der folgende Artikel zeigt.

Sehen wir gemeinsam an, was in den letzten Monaten mit den Preisen passiert ist, die wir im Alltagsleben vor Augen haben:

Da wären für alle sichtbar die hohen Spritpreise, diese sind seit Jahren am Steigen und notieren auch jetzt wieder am Allzeithoch. Die Bahnpreise haben es ebenso in sich, diese sind zuletzt für Fernreisen um durchschnittlich 3,9 Prozent angehoben worden. Die Taxipreise sind im vergangenen Jahr in vielen Städten gestiegen. Die Strompreise sind sogar zweistellig gestiegen. In der Backstube muss für Brötchen und süße Stückchen mehr bezahlt werden. Butter läuft besser als jedes Aktieninvestement. Die Preise für Margarine und Co stiegen enorm.

Versicherungen langen ebenso stark zu. Autoversicherte und privat Krankenversicherte nicken bereits mit dem Kopf. Während schon zum letzten Jahreswechsel (2010/2011)  die Beiträge um zweistellige Prozentsätze erhöht wurden, sind schon die ersten Beitragserhöhungen für das nächste Jahr (2012) verschickt worden. Und wieder handelt es sich um zweistellige Erhöhungen, manche Kranversicherungen (Central) wollen in einigen Traifen sogar um 40% erhöhen. Das ist Inflation der übelsten Sorte.

Wer noch zögert und sich seiner Sache noch nicht sicher ist, vielleicht weil die offiziellen Zahlen der Statistikbehörden das nicht wiedergeben, dem sei freundlich auf die Schulter geklopft: "Glauben Sie es"! Die Geldentwertung läuft bereits auf Hochtouren.

Nicht immer sind die Preiserhöhungen auch als diese zu erkennen. Bei einem Stückchen in der Bäckerei oder einem Liter Benzin ist die Messung einfach, weil sie vergleichbar sind. Aber es gibt auch Tricks der Unternehmen, die bekannt sind unter dem Namen Mogelpackung. Sie glauben, Sie kaufen im Supermarkt das, was sie immer kaufen und bezahlen auch immer noch das Gleiche. Das ist eine Täuchung. Oft reduzieren Hersteller den Inhalt ihrer Verpackungen, verlangen aber den gleichen Preis. Das ist eine verstecke Preiserhöhung.

Einige Beispiele aus dem Alltag bei denen die Preise gestiegen sind : Verschiedene Waschmittel wie Weisser Riese, Dalli, Sunil oder Persil um 12,5%, Cappuccino Fine & Creamy Krüger 37,1%, Airwaves Menthol & Eukalyptus Kaugummi 39,7%, Prinzen Rolle von De Beukelaer 13,6%, Calgonit Powerball Classic 11,1%, Leerdammer Lightlife Scheibenkäse 25%,  Mars Miniature Süssigkeiten 15,4%.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

 

Zu den Tricks gehören nicht nur die Reduzierung der Menge, sondern auch die Erhöhung des Inhalts mit gleichzeitiger Erhöhung der Preise. In diesem Fall wird mit dicken Buchstaben geworben, "hier ist mehr drin für Sie", der Preis für das Produkt wird aber überproportional erhöht. Unterm Strich bezahlen Sie je Stück mehr. Ein weiterer Trick ist, die Rezeptur (scheinbar) zu verändern. Denn der Kunde kann die Veränderung meist nicht wahrnehmen. Mit dieser Begründung wird das gleiche Produkt in der gleichen Menge, aber zu einem höheren Preis verkauft.

Auch die Fastfood Liebenden kommen auf ihre Kosten. McDonalds will die gestiegenen Rohstoffpreise an seine Kunden weitergeben, dass kommunizierte das Unternehmen Anfang 2011. Bei den Pommes ist die Preissteigerung bereits umgesetzt worden. Für die mittlere Pommes muss anstatt 1,99€ jetzt 2,19€ hingeblättert werden. Das sind gesalzene 10% Aufschlag.

All die obigen Aktionen passieren schon und senken die Kaufkraft Ihres Geldes. Sie können mit dem gleichen Geld nicht mehr soviel einkaufen wie früher. Mit jedem Tag schmilzt das Ersparte dahin. Der Grund dafür ist, daß die Flutung der Märkte bereits 2008 mit Beginn der Finanzkrise begonnen hat. Andere Notenbanken wie die amerikanische FED, die englische Bank of England (BOE) oder die japanische Bank of Japan (BOJ) drucken ja schon wie wild frisches Geld, die EZB ist die letzte im Bunde der Notenbanken, die sich noch sträubt.

Die Inflation ist bereits da, sie knabbert bereits an dem Ersparten des Bürgers. Ihr Geld wird bereits still und leise entwertet. Sie bekommen heute weniger Güter als noch vor einem Jahr. Dabei gibt die offizielle Inflationsstatistik nicht den wahren Stand wieder. Jede Statistik kann entsprechend dem gwünschten Ergebnis angepasst werden.

Oft wird in diesem Blog geraten, an sich selbst und an die eigene Urteilsfähigkeit zu glauben und sich nicht durch Behörden, Politik, Medien oder Statistiken irritieren zu lassen. So auch im Falle der Inflationsgefahr.

Der große Knall, bei dem die Inflation nicht mehr zu leugnen sein wird, ist nur das Ende der Ereignisse. Das kommt noch. Schlimmer ist die schleichende, oft unbemerkte Inflation, die den Wert des Ersparten senkt. In dieser Phase stecken die Bürger bereits.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Keine Kommentare

Trackbacks/Pingbacks

  1. Inflation « tomqb - [...] Fan des Smart Investors, auch wenn die Webseite nicht so toll ist, das Heft ist es. Auch auf Start-Trading…
  2. Zinssenkung beim Festgeld der SWK Bank » Festgeldkonto.com - Der schnelle Festgeld-Vergleich - [...] Festgeldkonto liegt die SWK Bank mit ihrer Verzinsung damit um mehr als ein Prozent unter der aktuellen Inflationsrate (Verbraucherpreisindex…
  3. Riester Rente vor Vertragsabschluss gründlich vergleichen - [...] jedoch ist man in ein paar Jahren wohl aufgeschmissen, wenn es in den Ruhestand geht. Die Inflationsrate frisst die…
  4. Tagesgeld Vergleich - Sparzinsen müssen über der Inflationsrate liegen... Die Deutschen lieben es, das Sparen. Anders als in Ländern wie beispielsweise den…
  5. Finanznachrichten.info - Zinsloses Sparen: Deutsche Staatsanleihen zum Nulltarif... Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wird heute eine Staatsanleihe mit null…
  6. Kleine Presseschau vom 23. Mai 2012 | Die Börsenblogger - [...] start-trading.de: Inflation frisst bereits unsere Ersparnisse [...]
  7. Sparbüchse war gestern – heute ist Tagesgeld! » Tagesgeld Vergleich - [...] ist gerade bei Spardosen und Sparschweinen kaum eine Grenze gesetzt – Sparen ohne Zinsen ist Sparen ohne Rendite. Dies…
  8. Inflationsrate steigt wieder an – Im Gesamtjahr 2012 bei 2,0 Prozent - [...] stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 2,0 Prozent an, was zwar niedriger war als die Inflationsrate in 2011,…
  9. Inflation in Deutschland - Was man unbedingt wissen muss - […] 1 Bank Blog – Inflationsgefahr in Deutschland? – Infografik 2 Start Trading – Inflation frisst bereits unsere Ersparnisse […]

Leave a Reply

Share This