Ayondo Banner
trade online

Griechenland: Volkes Stimme zählt

Gepostet von am 2 Nov, 2011 in Finanzkrise | Keine Kommentare

Griechenland: Volkes Stimme zählt

Endlich hat das griechische Volk auch mal etwas zu melden. Endlich dürfen sie auch mal etwas entscheiden. Und was für eine Wahl. Das griechische Volk darf entscheiden, ob es den Beschlüssen des letzten EU-Gipfels zustimmt oder nicht. Das hat der griechische Premierminister Papandreou seinem Volk zugesagt. Und er fügte hinzu: Volkes Stimme zählt.

 

Das heißt, es wird nicht am Ergebnis herumgedoktort und nichts verändert, wie das sonst so üblich ist in der Demokratie. Denn normalerweise wird solange gewählt, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Diese Wahl ist wohl die Einzige, bei der ein europäischer Bürger mit einer einzigen Abstimmung die Zukunft Europas mitbestimmen wird.

 

Der Rest von Europa ist entsetzt. Ach haben die EU-Parlamentarier sich ins Zeug gelegt, um eine Lösung für Griechenland zu erarbeiten. Aber Griechenland will jetzt nicht mehr, heißt es nun. Von einer Lösung zu sprechen ist dreist, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls sind die Europäischen Nachbarn entrüstet und erbost, wie das kleine Griechenland nur so undankbar sein kann. Und vor allem, wie kann es das Volk fragen?

 

Davor haben nämlich die Politiker und auch die Börsen besonders viel Angst. Das Volk ist niemandem eine Gefälligkeit schuldig. Es kann nach bestem Wissen und Gewissen wählen und nur auf sein eigenes Wohl aus sein. Wie wir wissen, ist das bei der Politik nicht so. Wird eine Abstimmung im Parlament vorgenommen, dann sind dort nur die Volksvertreter und diese sind eng verflochten mit der Wirtschaft. Die Parlamentarier wählen zum Wohle der Finanzindustrie.

 

Aber jetzt hat das Volk die Macht. Endlich kann der  Bürger seine Stimme erheben und etwas bewirken.  Wir dürfen alle gespannt sein, wie das griechische Volk abstimmt. Es wird davon ausgegangen, dass 60% mit “Nein” stimmen und die EU-Beschlüsse damit gekippt werden.

 

Auch wenn die Medien jetzt kollektiv heulen und gleichzeitig mit dem Finger auf die Griechen zeigen. Die Griechen trifft gar keine Schuld. Es ist scheinheilig und heuchlerisch, wenn die Medien nun auf die Griechen schimpfen und wenn sie die Helenen als undankbar bezeichnen.

 

Tatsächlich handelt es sich nur um die Angst der Medien und die Angst derjenigen, die Verluste aus dem Urteil der griechischen Bevölkerung einstecken müssen. Man hat viel zu lange geglaubt, die Schuldenkrise ließe sich durch ein paar Gipfeltreffen lösen. Indem Lösungen präsentiert wurden (Schuldenschnitt), deren Details noch gar nicht geklärt waren. Indem Lösungen gefeiert wurden, deren Wirkung (Hebelfunktion) noch gar nicht bewertet werden konnte. Jetzt auf einmal ist alles Makulatur.

 

Wenn die europäische Lösung so toll ist, wie von medialer und politischer  Seite gepriesen, warum hat man dann jetzt Angst vor dem Ausgang des Referendums? Eine gute Lösung würde eine Abstimmung überstehen. Nein, es gibt nämlich gar keine Lösung. Und der europäische Kaiser steht bald ohne Kleider da. Das wird mit dem Ausgang der Volksabstimmung für jeden sichtbar werden.

 

Das erste Mal in der Geschichte der Europas überkommt den Bürger ein Gefühl der Entscheidungsbefugnis. Endlich wird nicht über die Köpfe der Bürger entschieden, sondern der Bürger stimmt selbst ab, denn die Stimme  des Volkes zählt wieder.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

Leave a Reply

Share This