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Filmkritik: Der große Crash

Gepostet von am 14 Okt, 2011 in Sonstiges | Keine Kommentare

Filmkritik: Der große Crash

Der Kinofilm "Der große Crash – Margin Call" wurde als der Film zur Finanzkrise gepriesen und mit entsprechendem Tam Tam veröffentlicht. Der Film zeigt eine Geschichte über eine US-Bank, die sich mit  Wetten auf Hypothekenkredite verhoben hat, diese realisiert und dann aus dem Dilemma heraus will, wohl wissend, dass ihre Aktion ein Finanzerdbeben hervorrufen wird.

Dazu heisst es in der offiziellen Beschreibung zum Film:

"In den oberen Stockwerken eines Wolkenkratzers an der Wall Street blickt eine Handvoll Banker, Trader und Analysten über das nächtliche Manhattan. Sie erleben gerade – und nur sie wissen, dass es so ist – die letzten Stunden einer Ära."

 

Der Trailer zum Film:

 

Die Kritik:

Die Einschätzung ist schnell getroffen. Der Film ist schlecht. Ein Besuch ist nicht anzuraten.

Dem Film fehlt es an einem Kern. Die ganze Zeit wird über ein großes, zerstörerisches Ereignis gesprochen, welches aber zu keiner Zeit aufgelöst wird. Somit bleibt für den Cineasten nur das Grübeln, was der Film ihm sagen möchte. Es gelingt dem Film nicht, das Wesentliche verständlich rüberzubringen. Somit wird in 109 Minuten versucht eine Spannung zu generieren, die auf nichts aufbaut. Das schlägt fehl.

Der Kinobesucher ist schnell abgehängt und wird zum stillen Betrachter aufeinander folgender Ereignisse, anstatt in die Geschichte einzutauchen. Eben weil die Zusammenhänge, die die Finanzkrise hervorgerufen haben, völlig aussen vor gelassen werden. Für einen Film, der sich mit dem Slogan "Der Film zur Finanzkrise" schmückt, ist das ganz schön wenig.

Es gelingt dem Film nicht einmal, die gierige Welt der Investmentbanker zu veranschaulichen, die nur auf Geld und auf Macht aus ist und dabei über Leichen geht. Es ist einfach ein sehr dünner Film mit wenig Ereignissen, wenig Wendungen, einfach von allem zu wenig – viel zu wenig.

Das einzige, womit "der große Crash" aufwarten kann, sind seine Darsteller. Mit Kevin Spacey, Simon Baker und Demi Moore sind bekannte Größen gewonnen worden. Obwohl der Film oft mit Demi Moore als Zugpferd wirbt, bleibt sie während der ganzen Laufzeit nur ein Schatten ihrer selbst. Sie hat nur einige seltene Einsätze mit wenig Text. Sie bleibt hinter ihren Möglichkeiten weit zurück.

Der Film macht den Eindruck, dass er schnell zusammengetragen wurde, um etwas in Richtung Finanzkrise vorweisen zu können. Es fehlt dem Film an Tiefgang, an Humor, an Wendungen – einfach an allem. Ein wirklich schwacher Film, der einen entäuschenden Kinoabend hinterlässt.

Schauen Sie sich lieber den DAX an, der verspricht viel mehr Spannung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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