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Medien bereiten griechische Pleite vor

Gepostet von am 20 Sep, 2011 in Finanzkrise, Staatsbankrott | 1 Kommentar

Medien bereiten griechische Pleite vor

Die Medien bereiten die Bevölkerung langsam auf eine griechische Staatspleite vor. In vielen Artikeln werden Szenarien durchgespielt, welche Folgen ein Bankrott des Mittelmeerlandes haben wird und wie man sich am besten vorbereiten kann. Dies dient der mentalen Vorbereitung (Akzeptanz) der Bürger auf die kommenden Ereignisse.

 

Die Märkte haben die kommende Staatspleite Griechenlands bereits eingepreist. Es wird an den Finanzmärkten mit einem Staatsbankrott gerechnet, egal wie die Politik sich windet. Ferner sind die Finanzinstitute rechtzeitig in Deckung gegangen, sie haben sich von den betroffenen Wertpapieren teilweise getrennt und den Großteil abgeschrieben. Die Finanzinstitute hatten auch genug Zeit dafür. Eine Staatspleite wird sie also nicht überraschen.

 

Ebenso sind die Aktienbesitzer rechtzeitig in Deckung gegangen. Der DAX hat in den letzten Wochen 30% verloren. Besonders die institutionellen Anleger haben sich aus dem Markt verabschiedet. Jetzt wo die Pleite fast spruchreif ist, stehen sie schon bereit, wieder einzusteigen. Timing ist wichtig an der Börse.

 

Nun ist es an der Zeit den Bürgern die Staatspleite Griechenlands näher zu bringen. Das Sprachrohr sind die Medien. Nur zur Erinnerung: Das sind die gleichen Medien, die zu Beginn der Schuldenkrise eine Pleite als haltlos und vollkommen absurd abgetan haben. Jetzt ist die Wahrheit nicht mehr zu leugnen. Griechenland ist Pleite. Also werden Szenarien durchgespielt, wie sich die Pleite auf die Anlagen, auf das Ersparte, auf das Leben im Allgemeinen auswirken wird und welche weiteren Folgen für die Bürger auftreten können.

 

Eine kleine Auswahl, wie das Thema Griechenland aktuell in den Medien kommuniziert wird:

 

tagesschau.de – Was wäre, wenn Griechenland pleite ginge?

derstandart.at – Katastrophe oder Krisenlösung?

dw-world.de – Griechenland pleite?! Und dann?

wiwo.de – Rückkehr zur Drachme böte mehr Chancen als Risiken

ftd.de – Schäuble lässt Griechen-Pleite durchspielen

spiegel-online.de – Drei Szenarien für Griechenlands Zukunft

 

 

Die Medien haben nun die Pleite auf dem Radar. Nicht mehr über eine Rettung wird berichtet, sondern über die Folgen einer Pleite. Über eine mögliche Rettung hören die Menschen bereits seit zwei Jahren etwas und gelöst ist rein gar nichts. Die Medien müssen nun die Bevölkerung langsam auf das Unausweichliche vorbereiten.

 

Je öfter und je regelmäßiger die Medien darüber berichten, umso stärker brennt es sich in den Köpfen der Bevölkerung ein. Das ist eine oft und gern genutzte Technik in den Medien. Dadurch soll die kommende Staatspleite Griechenlands in der Bevölkerung mental akzeptiert werden, dann ist der Unmut nicht mehr so stark, wie er wäre, wenn die Pleite überraschend erfolgen würde. Darauf arbeiten die Medien hin.

 

Die griechische Pleite wird dem Volk bald als Ausweg aus der Schuldenkrise dargestellt. Am Ende wird es sogar so dreist werden, dass ein Staatsbankrott  als Lösung gefeiert wird. Auf die wirklich wichtigen Fragen, wie: wer die Schuldenkrise verschuldet hat, wer eine Rettung in vielen Jahren nicht erarbeitet hat und wer die vielen Milliarden durchgewunken hat, obwohl keine Aussicht bestand, das Geld jemals wiederzusehen, auf diese Fragen wird es keine Antworten geben. Das ist deshalb schade, weil die Medien eigentlich genau diese Aufgabe haben, nämlich auf die unangenehmen Fragen eine Antwort zu finden.

 

Aber bleiben wir beim Thema. Noch ist die Pleite nicht eingetreten. Die Medien berichten eifrig über Griechenland und das Volk liest mit. So soll es erst einmal sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr

start-trading Team

 

1 Kommentar

  1. Um „Spitzenpolitikern“ und „Wirtschaftsexperten“ die Marktwirtschaft zu erklären, muss man tatsächlich bei Adam und Eva anfangen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/09/adam-und-eva.html

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