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Dollarverfall – der US-Dollar ist am Ende

Gepostet von am 23 Nov, 2009 in Finanzkrise, USA | Keine Kommentare

Dollarverfall – der US-Dollar ist am Ende

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Zukunft der amerikanischen Währung Dollar. Wie geht es weiter mit dem US-Dollar? Steht er vor dem Kollaps? Wie verhalten sich die Länder mit Dollarreserven?

 

Wenn Sie etwas verleihen, dann möchten Sie, dass der Leiher Ihr Eigentum mit Sorgfalt behandelt. Das ist selbstverständlich. Wenn der Leiher es nicht tut, dann müssen Sie ihn darauf aufmerksam machen. Sie weisen auf die Situation hin, die Ihnen missfällt. Daraufhin wird der Leiher Ihren freundlichen Hinweis annehmen und die Lage wieder ins Lot bringen. Das sollte man jedenfalls annehmen. Geht der Leiher weiterhin unsachgemäß mit Ihrem Eigentum um, dann werden Sie ihn bitten, damit aufzuhören. Sie werden Ihn darauf hinweisen, dass Sie erwarten, dass der Leiher mit Ihrem Eigentum sorgsam umgeht. Durch die Bitte haben Sie das Problem beim Namen genannt. Die missliche Lage sollte nun geklärt sein.

 

Stellen Sie sich vor, den Leiher interessiert überhaupt nicht, was Sie sagen. Das ist schlimm. Sie als Verleiher werden wütend und sehenden Auges entwertet dieser Flegel (Leiher) Ihr Eigentum. Drohen können Sie ihm nicht, dann stehen Sie womöglich als der Aggressor, als der Böse da. Sie können den Leiher aus Ihrer Wut heraus auch nicht aus der Welt verschwinden lassen, womöglich bekommen Sie Ihr Eigentum dann gar nicht mehr wieder.

 

Was machen Sie jetzt? Was können Sie tun?

Sie können eine unterschwellige Warnung aussprechen. Sie können dem Leiher klar machen, wenn das so weitergeht, dass er dann mit Konsequenzen zu rechnen hat. Das Ende wird vermutlich für beide Seiten schlimm, aber der Verleiher muss etwas tun, um sein Hab und Gut zu schützen.

 

Wenn alle Warnungen nichts mehr nutzen, dann muss gehandelt werden und das ohne weitere Ankündigung.

 

Die Lage ist nämlich wie folgt: Die USA mit ihrer Weltleitwährung Dollar ist der Leiher und alle anderen Länder welche Dollarreserven halten, sind die Verleiher. Das sind Länder wie China, Russland, Frankreich usw. diese haben viele Dollars im Keller liegen, die sie durch Geschäfte mit den USA angehäuft haben. Es ist also Teil ihres Vermögens. Die USA haben die Pflicht, auf den Dollar aufzupassen und sachgemäß damit umzugehen, denn den Dollar zu verunstalten, zu ruinieren, oder auch nur zu schwächen, bedeutet das Geld der Verleiher Länder zu entwerten.

 

Die USA denkt aber nur an sich und an ihre eigene Wirtschaft. Sie hat Ende 2008 die Leitzinsen auf eine Spanne von 0,00 – 0,25% gesenkt. Man bekommt also für fast null Prozent Dollars verliehen von der Notenbank. Ein schwacher Dollar hat für die Amerikaner Vorteile, international werden ihre Produkte günstiger. Außerdem benötigt die USA viel Geld für ihre Konjunkturpakte, welches sie nicht haben, also drucken sie welches. Und zusätzlich benötigen sie noch mehr Kapital zwecks Rettung bzw. Stützung des Bankensektors, daher drucken sie noch mehr Geld. Das verwässert den Wert des Dollars und verwässert das Vermögen der Länder, welche US-Dollars besitzen. Das schmeckt den Verleihern nicht, deshalb müssen sie handeln.

 

Man hat der USA rechtzeitig Hinweise gegeben, auf einen stabilen Dollar zu achten. Die Chinesen haben sich wiederholt besorgt gezeigt und darauf hingewiesen, dass die aktuelle Politik der US Regierung zu einem Zusammenbruch des Dollars führen könnte. Es passierte nichts. Die Chinesen müssen vorsichtig mit den USA umgehen, da sie die größte Menge an Dollarreserven halten. Eine sofortige Pleite der US-Währung hätte verheerende Wirkung auf China und auch auf die Welt.

 

Nachdem dieser freundliche Hinweis nicht gefruchtet hat, musste der wunde Punkt angesprochen werden, die chinesische Zentralbank übte offen Kritik an der Rolle des Dollars als Weltleitwährung und forderte eine umfassende Reform des internationalen Währungssystems. Zuvor hatte Russland diesen Wunsch geäußert. Weitere Länder die eine Reform wünschen sind Indien, Brasilien, Süd Korea und Südafrika. Eine Reform bedeutet, den Dollar als Leitwährung abzuschaffen.

 

Die Rufe wurden nicht erhört. Im Frühjahr fand das G20 Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt. Da wurde der Wunsch zu Reformen des internationalen Währungssystems von Russland und China nicht aufgenommen, nicht mal angesprochen.

 

Mitte des Jahres 2009 trafen sich China und Russland in Russland, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Außerdem nahmen in einer zweiten Sitzung auch die sogenannten BRIC Staaten teil, Brasilien, Russland, Indien, China, alle mit dem Ziel, den Dollar abzusetzen.

 

Auf dem G8 Gipfel in Italien wollte Russland das Thema vortragen. Kurz vor dem Gipfel meldet sich auch Frankreich zu Wort und mahnte, die Rolle des Dollars zu überdenken. Am Rande des Gipfels sagte der französische Präsident Sarkozy dann in einer Pressekonferenz: "Die Vormachtstellung des Dollar sei überholt". Die USA und deren verbündete Länder schafften es aber, das Thema Dollar nicht auf die Tagesordnung zu setzten.

 

 

Aktionen zur Abkopplung vom US-Dollar:

 

  1. Russland will in absehbarer Zeit den Handel mit China in nationalen Währungen Rubel und Yuan durchführen. Beide Seiten einigten sich während des Treffens in Russland darauf. Der Dollar wird dann nicht mehr als Handelswährung genutzt werden.

 

 

  2. China hat Abkommen mit folgenden Ländern getroffen, um Waren in nationaler Währung ein- und zu verkaufen: Südkorea, Malaysia, Indonesien, Weißrussland, Hong Kong und Argentinien. Mit diesem Abkommen entfällt die Nutzung des US-Dollars. Das Abkommen hat einen Gegenwert von 95 Milliarden Dollar.

 

 

  3. Die Golfstaaten wollen die Abwicklung des Ölhandels vom Dollar abkoppeln. Es gab bereits Gespräche mit China, Russland, Japan und Frankreich. Dabei soll ein eigener Währungskorb genutzt werden, der unter anderem den japanischen Yen, den chinesischen Yuan, den Euro und Gold enthalten solle. Über diese Gespräche berichtete die britische Zeitung "The Independent", was für Aufruhr sorgte.

 

 

  4. Verschiedene Länder Lateinamerikas und der Karibik wollen ihre Abhängigkeit vom US-Dollar lösen. Für 2010 haben sie die Einführung einer eigenen Währung (SUCRE) angekündigt. Geschäfte zwischen den ALBA Ländern sollen dann mit der neuen Währung abgewickelt werden. Diesem Abkommen haben unterzeichnet: Antigua, Barbuda, Bolivien, Dominica, Ecuador, Honduras, Kuba, Nicaragua, St. Vincent, die Grenadinen und Venezuela.

 

 

  5. Die Türkei stellt den Handel mit China und Iran auf nationale Währungen um. Die beteiligten Länder werden zunächst mit 20% des Geschäftsvolumens beginnen und diese dann stetig erweitern. Schon zu Beginn des Jahres 2009 hat die Türkei mit Russland eine Vereinbarung getroffen, gänzlich auf den US-Dollar zu verzichten. Seitdem werden Geschäfte zwischen den Ländern nur noch in Lira und Rubel abgewickelt. Die Türkei hat mit den Ländern Russland, China und Iran einen jährlichen Warenumsatz von 65 Milliarden US-Dollar.

 

 

 

Die betroffenen Nationen machen Ernst:

Wie Sie sehen, machen die Länder mit Dollarreserven ernst – sie handeln. Die bereits getroffenen Schritte zeigen eine langsame Ablösung von der amerikanischen Währung Dollar. Alle betroffenen Länder versuchen sich aus der Abhängigkeit zu befreien, denn sie wissen, was der Weltwährung US-Dollar blühen wird.

 

Der Handel mit verschiedenen Ländern wird also bereits auf nicht US-Dollar umgestellt. Mit den restlichen US-Dollars in den Zentralbanken wird jetzt eingekauft was möglich ist. Unternehmen werden gekauft, Minen, Rohstoffe, egal was, Hauptsache die Dollars werden ausgeben, solange sie noch etwas wert sind. Was glauben Sie, ist der Grund für den fulminanten Goldpreisanstieg? Die Staaten mit Dollarreserven handeln bereits.

 

Natürlich wird diese Entwicklung das Ende der US-Währung werden. Alle Besitzer werden dann mit einer neuen Währung vorlieb nehmen müssen. Ob diese dann Amero heißt oder anders, weiß man nicht. Klar ist nur, dass die Bevölkerung bei dieser Aktion den kürzeren ziehen wird.

 

Der US-Dollar ist am Ende.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team

 

P.S. Wir informieren Sie gerne weiter über den Zustand des US-Dollars durch unseren Newsletter.

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