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THE GREAT DEPRESSION – Einlagen

Gepostet von am 21 Feb, 2009 in Wirtschaft | Keine Kommentare

THE GREAT DEPRESSION – Einlagen

Immer wieder wird die Sicherheit von Bankeinlagen unterstrichen. Sie wären durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. Bis zur einer Höhe der Einlage von 90% oder 20.000 Euro ist sogar eine gesetzliche Absicherung vorhanden. Das ist zwar richtig – funktioniert aber nur wenn wenige Einlagen verloren gehen und diese man mit den Geldern der Masse bezahlen kann. Was aber wenn in dem Fond nichts mehr drin ist?


Denn seit der Auszahlung der Gelder für die Pleite der Lehman Brothers Bankhaus AG ist der deutsche Einlagensicherungsfonds völlig leer. Um Missverständnisse auszuräumen: “Es ist nichts mehr drin”.
Im Topf waren ca. 4,5 Mrd. drin. Mit der Lehmann Pleite werden durch Anspruchnahme von Staatsgarantien 6,5 Mrd Euro ausgezahlt. Die Auszahlung wird derzeit ausgeführt. Wir hatten über die Unsicherheit des Einlagensicherungsfonds bereits im Herbst 2008 berichtet. Lesen Sie den Artikel hier.

Wie unsicher die Absicherung durch den Einlagensicherungsfond ist, sieht man an der großen Diskussion wenn Sie, wie im Fall Lehman Brothers, einspringen muss. In den Medien ist dann von “Anleger bangen um Ihre Einlagen” zu lesen oder “die Anleger hoffen auf…“. So darf das nicht sein. Ist die Einlage sicher, dann muss die Auszahlung klar sein. Ohne Wenn und Aber.


Wie schwierig die Situation für den Bankkunden ist, konnte man an der Fast-Pleite der Isländischen Kaupting Bank sehen. Alle Einlagen der deutschen Kunden wurden über Nacht eingefroren. Kein Onlinezugang war mehr möglich. Und auch wenn Sie persönlich vorsprechen wollten, fanden Sie sich vor geschlossenen Türen wieder. Eine Türsprechanlage war das einzige mit der der Bankkunde sprechen konnte.


Wie lief nun der Schadensfall?
Solange die Geschäfte gut liefen, gab es keine Probleme. Einlagen sind durch den Isländischen Sicherungsfonds abgesichert bis 20.887 Euro hieß es. Die Kaupting Bank warb mit 5,65% Tagesgeldzinsen und die Anleger parkten Ihr Geld bei diesem Unternehmen. Es passierte wie allgemein bekannt. Die Kaupting Bank geriet in Schieflage und musste verstaatlicht werden. Zugang zu den Einlagen in Deutschland wurden verwährt. Die verängstigten Anleger suchten Hilfe beim deutschen Einlagensicherungsfonds. Dieser wies ab und verwies an die Isländische Einlagensicherung. Diese wäre zuständig. Anleger wanden sich nach Island. Diese stellte sofort klar. Island würde nur für die heimischen Anleger den Schadensfall regulieren. Island hat nämlich kein Geld für eine Auszahlung. Der Dumme war der Anleger. Soviel zur Sicherheit der Einlagen. Im Notfall zieht der Anleger den kürzeren.


Wie ging es weiter?
Um eine Welle der Entrüstung zu entgehen und um das Vertrauen in die Bankenlandschaft zu erhalten lieh die Bundesregierung der Isländischen Regierung ca. 308.Mrd Euro. Mit dem deutschen Geld soll Island die deutschen Kaupting Anleger entschädigen. Hätte Deuschland den Schritt nicht getan wären die Entrüstung groß gewesen und die Anleger hatten das vertrauen in den Sicherungsfond verloren.


Keine Auszahlung bisher!
Bis Anfang Februar hat kein einziger der 30.000 Kaupting Kunden einen Cent Entschädigung enthalten. Auch das geliehene Geld der Bundesregierung ist noch einbehalten worden. Es gibt noch unklare Punkte. An die Geschädigten denkt hier kaum jemand.


Es zeigt sich wieder einmal. Alle Zusagen sind in der Krise nichts wert. Island ist Pleite und hat kein Geld. Und wenn kein Geld da ist, dann ist auch nichts zu holen. Ihre Einlagen sind nicht sicher – auch in Deutschland nicht.




Die Ausarbeitung THE GREAT DEPRESSION besteht aus 11 Seiten.

Aus folgenden Themenbereichen können Sie auswählen:


Seite 1: Einleitung

Seite 2: Aktien

Seite 3: Banken

Seite 4: Einlagen

Seite 5: Gold

Seite 6: Immobilie

Seite 7: Schulden

Seite 8: Staatsbankrott

Seite 9: USA/Dollar

Seite 10: Wirtschaft

Seite 11: Ausblick


Mit freundlichen Grüßen

Ihr
start-trading Team


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